S A T I R E

17. Oktober 2020

Datum: 17.10.2020 www.netvent.de

Quelle:

https://kenfm.de/die-macht-um-acht-63-die-ard-volksverbloedungs-anstalt/

 


 

Einbildung ist auch ne Bildung.

Die ARD-Volksverblödungs-Anstalt!

 

Die Redaktion der ARD-Nachrichtensendung „Tagesschau“ steckt voll ziemlich gebildeter Redakteure: Das Abitur ist die Untergrenze für die dort arbeitenden Journalisten. Nicht selten wird der Lebenslauf mit einem Studium geschmückt. Dieser oder jener hat schon bei anderen Medien gearbeitet, bevor er beim Zentralorgan für die deutsche Nachrichtengebung angefangen hat. Vor allem aber könnten die Redakteure wissen, dass ihre Arbeit der Volksbildung dient: Wer die abendliche Tagesschau gesehen hat, der geht davon aus, dass er einen soliden Einblick in das nationale und internationale Geschehen bekommen hat.

Zur formalen Bildung sollte aber auch ein Wissen darum gehören, wem denn die „Einblicke“ nützen, ob sie auch einen gewissen Durchblick vermitteln. Genau hier scheitert der gewöhnliche Redakteur: Dass ihm die von der Bevölkerung gezahlten Rundfunkgebühren eine Verpflichtung zum Durchblick für alle sein müssten, dass schon seine Bildung und Ausbildung, von Steuern finanziert, an das zahlende Volk durch ordentliche Arbeit zurückgezahlt werden müsste, ist dem Redakteur ziemlich unbekannt. Auf diesem Holzweg gerät die Bildung dann zur Einbildung: Man hält sich für etwas Besseres, man hält es mit den Herrschenden und Merkel & Co., die doch auch nur das Geld der Bevölkerung verwalten.

Die Tagesschau-Redakteure schieben bei der Meldung „Prozess um Tiergartenmord – Im Auftrag des Staates?“ zwar noch ein Fragezeichen in die Überschrift, aber das hat nur juristischen Absicherungscharakter. Man will eine Klage des russischen Staates, der hier beschuldigt wird, vermeiden. Tatsächlich hatte zum Beispiel der Berliner „Tagesspiegel“ schon am 06.12.2019 gemeldet: „Der Verfassungsschutz wusste offenbar, dass der im Kleinen Tiergarten erschossene Georgier in Gefahr schwebte. Die Behörden seien schon 2017 informiert worden.“ Offenkundig haben wir es mit einer Geheimdienstaffäre zu tun. Und offensichtlich ist der deutsche Geheimdienst in sie verwickelt. Aber das unterschlägt die „Tagesschau“ im Bemühen ihre Zuschauer zu täuschen.

Auch wenn die Hamburger Redaktion titelt „Studie über Milliardäre – Noch reicher – trotz Corona-Krise“ ist sie auf dem Verblödungs-Pfad: Sie blendet die tatsächlichen Ursachen aus. Denn das Corona-Regime mit seinen Masken und dem Einmeter-Fünfzig-Abstand haben den kleinen Handel erledigt. Das bringt Umsatz bei den großen Versandhändlern. Im ersten Quartal 2020 stieg der Umsatz von AMAZON verglichen mit dem Vorjahreswert um 26 Prozent auf 75,5 Milliarden Dollar Euro. Der Milliardär Jeff Bezos ist noch reicher geworden. Wer das verschweigt, täuscht seine Zuschauer über die wahren Ursachen hinweg.

Mit der Überschrift „Kritik an Beherbergungsverbot – Das ist fast schon grober Unfug“ kommt die Tagesschau der Wahrheit so nahe wie selten. Sie zitiert völlig korrekt den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ von einer „Pseudo-Gefahr“ spricht. Diesen seltenen Durchbruch zur Wahrheit kann man nutzen, sagt Uli Gellermann in der aktuellen Ausgabe der MACHT-UM-ACHT. An die Zuschauer gewandt erinnert er daran, dass der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA, in dem die Gaststätten und Hotels organisiert sind, eine ökonomische Macht ist. Und Gellermann bittet die Zuschauer: „Reden Sie mit dem Wirt ihrer Stammkneipe, sprechen Sie mit der Inhaberin Ihres Lieblingscafés, rufen Sie doch den Besitzer des Hotels an, bei dem Sie manchmal übernachten. Die sollen ihren Verband in Bewegung setzen, der sollte bei der Regierung protestieren. Wenn die „Tagesschau“ mal die Wahrheit sendet, dann soll man das ausnutzen!“

Kommentar netvent.de:

Vielleicht muss man lieben Gewohnheiten einen sich selbst verordneten Zwangsabstand auferlegen, um sich einer gewünschten Neutralität erneut zu vergewissern. Vielleicht entkommt man nur mit einer derartigen Maßnahme, einer wachsenden aber unmerklichen Selbsttäuschung. Ich meine damit den hinlänglich bekannten „Froscherwärmungseffekt“, der ja zeigt, dass ein Frosch, der sich in einem langsam aber stetig erwärmten Topf auf der Herdplatte befindet, seinen eigenen Hitzetod nicht bemerkt und am Ende widerstandslos stirbt.

Nicht anders erging es mir ( fast ) mit der, bis vor ungefähr 6 Monaten, noch heiß geliebten Tagesschau und auch den heute – Nachrichten im ZDF. Bis es mir dann doch, im Zuge der „Coronapandemie“, augenscheinlich zu viel wurde. Zwar hatte ich nach meinem 22 – jährigen Südamerikaaufenthalt, bei meiner Rückkehr 1998, durchaus schon den Verdacht einer stetig gewachsenen Kungelei zwischen Politik und Mainstreammedien, doch diese zwangsläufige Distanz von 22 Jahren ersparte mir den Wärmetod des Frosches durch langsame Gewöhnung. Die Änderungen trafen mich zu abrupt, mit einer zu starken Breitseite, als dass ich sie hätte ignorieren dürfen. Und da die Rechtsverstöße der Regierung, dank unterstützender Berichte und Veröffentlichungen in diesen schon erwähnten Mainstreammedien, bei der sogenannten „Coronapandemie“ im Laufe dieses Jahres, nicht nur durch zahlreiche Grundgesetzverletzungen begleitet wurden, sondern auch noch mit einer beispiellosen Frechheit forciert wurden, wurde der Wunsch, nach Überprüfung und nach kritischer Auswahl von neutralem Informationsjournalismus, bei mir immer stärker ausgeprägt. Tagesschau, heute – Nachrichten, Spiegel, SZ, FAZ und wie die untergeordneten Blätter alle noch heißen mögen, dienen mir nur noch als Stichpunktgeber, über welche Themen ich mich andernorts wahrheitsgebunden informieren werde. Das ist der Grund, warum ich obigen Bericht, den ich als sehr realistisch einordne, mit Blick auf zwangsfinanzierte Verdummung durch Tagesschau und Konsorten, unter der Rubrik „Satire“ veröffentliche. Mit dieser Einstufung besagter Medien möchte ich es für heute belassen – nämlich meine Einstufung der öffentlich – rechtlichen Rundfunkanstalten als „Satiremagazine.“

 

 

11. Oktober 2020

Datum: 11.10.2020 www.netvent.de

Quelle:

www.netvent.de

 

                                     Klassentreffen


 

Endlich hatte es Manfred geschafft. Nachdem er nun seit etwa 58 Jahren das jährliche Klassentreffen der früheren Gemeinschaftsschule Hamm Westen organisierte ( Heute: Elsa Brändström Schule ), hatte er auch folgerichtig den ihm fehlenden letzten, ehemaligen Mitschüler und damaligen Freund, also mich, ausfindig gemacht. Und zwar durch irgendeine Eingebung, vor ca. 10 Jahren, bei einer Recherche im Internet. War ja auch nicht besonders schwer, hatte ich doch mittlerweile über 13 000 Klicks. Kein Wunder, dass er mich nicht vorher finden konnte, war ich doch über 23 Jahre in Südamerika tätig. Wir telefonierten nach meiner Rückkehr jedes Jahr, drei Wochen vor dem nächsten Treffen und immer wieder versuchte er mich zu überreden, dieses mal doch auch zu kommen. Bisher nutzte ich immer die Ausrede, dass ich, bedingt durch einen tatsächlichen Unfall mit anschließender, tatsächlicher Fehlbehandlung 1989 in Brasilien, Beschwerden beim Gehen hatte. Das stimmte zwar nur bedingt, denn wer aufmerksam hin sah, bemerkte schon eine gewisse Einschränkung, eine Einschränkung für mich war es aber keinesfalls. Tatsache war: Ich hatte einfach keine Lust, die früheren Klassenbesten und wahrscheinlich heutigen Spießer wiederzusehen. Wer war das eigentlich noch? Also mein damalig bester Freund war wohl Engelbert, der beste Fußballer unserer Klasse. Aber auch mit Manfred, Harry, Lothar, Glatze und Hexe hatte ich freundschaftliche Kontakte. Bei den Mädchen fiel mir natürlich meine erste große Liebe sofort wieder ein: Jutta, die ich mit 7 Jahren auf meinem Schoss sitzen ließ. Und auch auf dieser Seite der gegenderten Polarität gab es noch Vera, Ranghild und Roswitha die ich in lieber Erinnerung hatte.

Und vor drei Wochen hatte Manfreds Werben dann endlich bei mir den nötigen Erfolg. Die in zehn Jahren angewachsene Neugier hatte dieses Jahr ihren kritischen Punkt, den Ereignishorizont überschritten. Ich sagte zu.

Ich wollte endlich sehen, was aus den damaligen, mittelmäßig Begabten denn so geworden war. Sicherlich hatte keiner von Ihnen eine einigermaßen ähnliche Karriere vorzuweisen, wie ich sie hingelegt hatte. Auch mein Äußeres und eine damit verwobene Gesundheit, gestählt durch jahrelanges Tennis – und Golfspiel, würde wohl auf erhebliche, neidische Blicke stoßen.

Außerdem war es auch eine langsam notwendige Abwechselung, hatte ich doch schon seit über acht Jahren keinen näheren Kontakt mehr zu weiblichen Personen und auch der männliche Teil ging mir, gut begründet, auf den Nerv. Man vermochte mir oder wollte mir wohl einfach nicht mehr in meinen außergewöhnlich anspruchsvollen und produktiven Gedankengängen folgen. Nun, ich betrat gespannt und die Bestätigung meiner Erwartungen erwartend, das ausgewählte Lokal, selbstverständlich dreißig Minuten nach dem offiziellen Beginn.

Ich schlug den Vorhang im Eingang beiseite und blieb erwartungsvoll stehen. Außer einigen, mir zugewandten Blicken, die sich aber sofort wieder ihren aktuellen Gegenübern zuwandten, keine Reaktion.

Wenn ich ehrlich sein soll, ich hatte das auch schon geahnt. Ich wusste, dass das so beginnen würde. Der Neid prallte mir förmlich entgegen. Man versuchte krampfhaft meine jugendlich gebliebene und charismatische Ausstrahlung zu ignorieren.

Ich setzte mich zunächst, nach einem Blick in die Runde, an die Theke und bestellte mir einen 1968 Bordeaux– handwarm. Es war zu offensichtlich – man wollte mich, aus für mich einsehbaren Gründen, nicht dabei haben. Wer wird schon gerne an verpasste Möglichkeiten erinnert?

Nach längerem Überlegen, mit Blick auf den alten Mann am Kopf des Tisches, und der Vermutung, dass das wohl Manfred sein könnte, erkannte ich ihn auch sofort wieder, Es war wohl Manfred.

Nachdem sich unsere Blicke mehrmals gekreuzt hatten, stand er zögerlich auf, und kam, mit geneigtem Kopf, zu mir an die Theke. Er schaute mich fragend an, streckte mir seine Hand entgegen und fragte noch zögerlicher: „Hans – Werner?“

Tu doch nicht so“, war meine etwas berechtigt, distinguierte Antwort. „Du hast mich doch sofort erkannt.“ Und jetzt fiel mir auch auf, dass er recht beleibt war, und sein Haaransatz sich protestierend ziemlich nach hinten verlagert hatte. Nun, eine von ihm in Angriff genommene Umarmung konnte ich dann doch, leicht irritiert, mit Hinweis auf Corona, abwehren.

Dann folgte ich ihm an den Tisch und er ergriff das Wort mit den Worten: „Guckt mal, wer uns endlich – nach 58 Jahren – auch einmal besucht.“

Hans – Werner – es ist Hans – Werner, kaum zu glauben oder etwa nicht?, “ war eine krampfhaft hinzugefügte aber Erkennen fordernde Vorstellung.

Ich schaute eine Ewigkeit in die Runde und das Entsetzen übermannte mich. Mein Gott, was war das für eine Zombieversammlung und ich dachte unwillkürlich an „Walking Dead“. Wenn ich mich recht zurück erinnere, roch es auch etwas abgestanden. Der Natur war im Laufe der Zeit nichts anderes eingefallen als fehlendes Haar maximal durch dünn gesträhntes, schmuddeliges Grau zu ersetzen. Das galt für alle Opas und etliche der gebeugt dasitzenden – sagen wir vorsichtig - älteren Damen.

Nachdem ich mich gefangen hatte, setzte ich mich auf einen freien Stuhl und beteiligte mich, manchmal links, manchmal rechts an den Erinnerung fordernden Geplänkeln. Unmöglich, dieser, augenscheinlich eingeschränkt gebliebene Wortschatz. Allmählich erkannte ich, durch Zweifel begleitende Fragen, den größten Teil der ehemaligen Mitschüler und Mitschülerinnen wieder.

Und beim Niederschreiben dieser Erinnerungen fiel mir auf, dass der Zeit - und Denkaufwand für die beschreibende Differenz zwischen Mitschülern und Mitschülerinnen gar nicht so riesig war, als die konkurrierende und Unsinn stiftende Neuspreche: Mitschüler*Innen für dringend notwendig zu erachten.

 

Aber egal, das ist ja auch nicht das Thema.

 

Nun, Jutta war zwar immer noch schlank, aber ihre Perücke saß schlecht und konnte die Wangenschlaffheit nicht übertünchen. Apropos Übertünchen. Das wäre bei Roswitha stark untertrieben – sie war einfach nur schlecht gekachelt. Und Vera, vor allem aber Harry, Engelbert und Hexe hatten eine Leibesfülle angenommen, die in Gesprächsrunden nicht mehr unter Ästhetik sondern nur noch unter Palliativmedizin einzuordnen und zu diskutieren wären.

Auf dem Heimweg, im ICE von Hamm nach München, ließ ich noch einmal Eindrücke und Diskussionen, sehr zufrieden mit mir, Revue passieren. Für einen nachhaltigen, aber erwarteten, äußeren Eindruck der Ehemaligen, und zwar ausnahmslos, reichen einige Worte: Alt, dick, gramgebeugt mit schmuddeliger und völlig aus der Mode gekommener Kleidung von der Stange.

Was das intellektuelle Repertoire und Vermögen der Gesprächsteilnehmer und Gesprächsteilnehmerinnen anbelangt, so erfüllten sich auch hier komplett meine fundierten Annahmen. Keine Ahnung von Politik, Kulturen, Philosophie, Medizin, Literatur, Kunst, Psychologie und Fernsehen. Einige kannten noch nicht einmal Dieter Bohlen!

Als ich mich in München in die, wieder einmal, völlig überfüllte Tram Richtung eigener Behausung gequetscht hatte und mich, wohl sichtlich erschöpft, an einer Stange klammerte, schaute mich ein recht unsympathischer Bengel von vielleicht vierzig Jahren mitleidvoll an, stand auf und bot mir seinen Platz an.

Jetzt verlor ich allerdings tatsächlich meine angestaute Beherrschung und tadelte, mit laut erhobener Stimme, diese anmaßende Person: „Was erlauben sie sich eigentlich, sie Rotzlümmel, mich dermaßen zu diskriminieren? Nur weil sie vielleicht gerade einmal zwei oder drei Jahre jünger sind, unterstellen sie mir Gebrechlichkeit? Einer Dame oder einem schwarzen Mitbürger mit Migrationshintergrund oder gar einem Menschen mit nichtdeutscher Grundintegrität hätten sie wahrscheinlich nicht ihren Platz angeboten! Und außerdem, ziehen sie ihre Maske ordnungsgemäß, wie es sich gehört, gefälligst auch über die Nase – sie verantwortungslose Virenschleuder.“ Aber so ist wohl die Jugend von heute, unerzogen, vorlaut, diskriminierend und schlampig angezogen.

Dieser Bengel hatte es wohl nur der Enge in der Tram zu verdanken, dass nicht alle sofort Abstand von ihm nahmen. Wohl aus Respekt vor meiner berechtigten Zurechtweisung hatte ich jedenfalls ab jetzt etwas mehr Bewegungsfreiheit für mich und meinen Rucksack.

Als ich dann endlich zu Hause meine Türe geöffnet hatte, und über meine Wäsche und die schon etwas riechenden Mülltüten meine Coach erreichte, fühlte ich mich unglaublich zufrieden und glücklich. Noch im Einschlummern stellte ich mir, wohlig und bestätigt, selbst die Frage: „Mein Gott, was ist nur aus dieser Welt geworden?“

03. Oktober 2020

Datum: 03.10.2020 www.netvent.de

Quelle:

https://www.rubikon.news/artikel/gefahrlicher-staat

 

Kommentar netvent.de:

Es ist beides: Satire und nackte Wahrheit!


 

 

07. Juni 2020

                                         A R C H I V   S A T I R E

Aus Kapazitätsgründen habe ich meine umfangreiche Satiresammlung von meiner Internetseite entfernt. Wer dennoch Interesse hat, kann die Beiträge bei mir anfordern unter:

 

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