B e r i c h t e

16. Januar 2021

Datum: 16.01.2021 www.netvent.de

Quelle:

https://www.rubikon.news/artikel/die-krankheitsdividende


 

Beitrag 89

Die Krankheitsdividende

Gesundheit ist die größte Gefahr für unser Wirtschaftssystem, denn nur kranke, unwissende und abhängige Menschen ermöglichen satte Gewinne. Teil 1/4.

von Ulrike von Aufschnaiter

Foto: REDPIXEL.PL/Shutterstock.com

Schlechte Ernährung einerseits und das globale Finanzsystem andererseits mag man auf den ersten Blick nicht miteinander in Verbindung bringen. Sehr wohl sind sie aber eng miteinander verflochten. Aus der Kombination von beiden ergeben sich Folgen, die alle Bereiche unseres Lebens in einer globalisierten Welt betreffen. Die weitverbreitete Unwissenheit über gesunde Ernährung und Lebensweise macht krank. Gerade dadurch wird sie jedoch für eine weltumspannende Gesundheitsindustrie zu einer Goldgrube. Eine virale Ausbreitung des — größtenteils in Vergessenheit geratenen — Wissens über eine gesunde Lebensweise in der Weltbevölkerung wäre geradezu „systemerodierend“. Ganze Branchen könnten infolgedessen mangels kranker Menschen in sich kollabieren.

Damit sich der Körper optimal entwickeln kann, insbesondere das Gehirn und das Immunsystem, brauchen Menschen — und ganz besonders Kinder — alle essenziellen Nährstoffe. Das ist bekannt und umfänglich wissenschaftlich belegt. Zu diesen lebensnotwendigen Nährstoffen gehören Vitamine, Mineralstoffe, Fettsäuren, Aminosäuren, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. In angemessenen Mengen finden sich diese Nährstoffe in natürlich gewachsenen Nahrungsmitteln, darunter Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Kräuter, Gemüse, Vollkorngetreide, Wildobst, und in tierischen Produkten wie Leber, Eier und Fisch.

Industriell hergestellte Convenience-Produkte enthalten keine ausreichenden Konzentrationen dieser natürlichen Nährstoffe: Brot und Nudeln aus Auszugsmehlen, tierische Produkte aus der Massentierhaltung, Produkte, die mit viel Zucker, Salz und Zusatzstoffen angereichert wurden. Genau solche Produkte sind aber bundesweit in Kitas und Schulen, in Sportvereinen, Betriebskantinen, Krankenhäusern sowie in Pflege- und Altenheimen Bestandteil der Versorgung.

Neben minderwertiger Nahrung belasten zusätzlich viele synthetische Substanzen den Organismus — und ganz besonders die Darmflora, also den Ort, an dem Nährstoffe resorbiert oder von den Bakterien produziert werden. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Zigaretten, Alkohol, etliche chemische Substanzen aus Kosmetik- und Reinigungsprodukten, Holzschutzmittel und Lacke sowie Rückstände von Agrargiften, in unserem Organismus zum Teil schwere gesundheitliche Störungen auslösen oder verstärken können.

Bei einem Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen und einem Überschuss an fragwürdigen Zusatzstoffen lassen sich folgende Symptombilder beobachten: Übergewicht, Allergien, Konzentrationsstörungen, Migräne, Verhaltensauffälligkeiten, Fettleber, Diabetes, Krebs, Schäden am Zahnschmelz und Skelett, sowie Hör- und Sehschäden. Unter solchen Symptomen leidet heute ein Großteil der Bevölkerung.

Eine systematische Aufklärung darüber, wie man eine sichere Versorgung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen gewährleistet, findet von Seiten der Bundesministerien und angegliederten Behörden nicht statt.

Auch auf Verpackungen und in staatlich kontrollierten Versorgungsstätten fehlen umfängliche Warnhinweise in Bezug auf Giftstoffe.

Auch Ärzte untersuchen mangel- und fehlernährte Menschen oft nicht angemessen und klären sie nicht über eine gesunde Ernährung und Lebensweise auf. Eine Überprüfung von Vitaminspiegeln ist auch gemäß § 91 und § 92 SGB V der Präventions-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschuss nicht vorgesehen. Somit können Ärzte eine solche Leistung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erbringen und abrechnen.

Man mag sich fragen, was passieren würde, wenn sich Menschen weltweit wieder so ernähren und leben würden, wie es physiologisch notwendig ist, damit sie gesund sind und es auch bleiben. Wie würde sich ein solches Verhalten auf die globale und von Konzernen dominierte Weltwirtschaft auswirken? Was würde passieren, wenn alle Menschen wieder regionale Produkte mit allen notwendigen Nährstoffen anbauen, kaufen oder sammeln und diese frisch zu Hause zubereiten und ihren Körper vor giftigen Substanzen schützen würden? Ein solches Verhalten würde einen globalen Dominoeffekt auslösen. Sukzessiv würden folgende wirtschaftliche Bereiche signifikant schrumpfen oder ganz verschwinden:

Intensivlandwirtschaft, Massentierhaltung und Agro-Chemie:

Globale Lebensmittelkonzerne, und mit ihnen alle höher verarbeiteten Convenience-Produkte, würden überflüssig werden. Die Verpackungsindustrie und große Chemie- und Agrokonzerne wie Bayer und BASF würden drastische Einbußen erleiden. Wenn die Zutaten für die Convenience-Produkte nicht mehr gebraucht werden, folgt der Niedergang der Intensivlandwirtschaft und Massentierhaltung. Die Agro-Chemie mit ihren Pestiziden, Düngemitteln, genetisch veränderten Organismen und Arznei- und Futtermitteln für die Tiere würde überflüssig werden.

Alkohol und Zigaretten:

Gleichzeitig schrumpfen die Marktsegmente für Alkohol, derzeit circa 800 Milliarden Euro Umsatz, und Zigaretten aktuell etwa 700 Milliarden Euro Umsatz.

Pharmaindustrie, Ärzte und Pflegeprodukte:

Mit all diesen Veränderungen würden weniger Menschen erkranken. Die Pharmaindustrie mit weltweit über 500 Milliarden Euro Umsatz müsste nach einer neuen Daseinsberechtigung suchen.

Das gleiche Schicksal würde Ärzte und Krankenhäuser ereilen. Die oft mit gesundheitsschädigenden Chemikalien wie Erdöl oder Mikroplastik verseuchten Kosmetik- und Pflegeprodukte mit circa 500 Milliarden Euro Umsatz würden in den Drogeriemärkten liegen bleiben.

Müllverarbeitung und Logistik:

Die globale Müllverarbeitungsindustrie würde schrumpfen. In dieser Industrie wurden 2014 über 400 Milliarden Euro umgesetzt. Der globale Transport von Lebensmitteln, Kosmetika, Alkohol und Tabak würde in weiten Teilen überflüssig und somit auch der Einsatz und die Auslastung von Lastwagen, des Flugverkehrs, der Schifffahrt und des Schienennetzes.

Rohstoffbörsen, Wasser und Energiewirtschaft:

Das Termingeschäft an den Börsen für Zucker, Getreide, Soja, Palmöl und Produkte aus Massentierhaltung würde zusammenbrechen und der globale Markt von abgefülltem Wasser mit über 200 Milliarden Euro Umsatz in weiten Teilen der Welt überflüssig.

Weitere abhängige Bereiche:

Anwälte, die die Aktivitäten der Industrie verteidigen, und Tausende Lobbyisten, die sich für die Interessen ihrer jeweiligen Wirtschaftsverbände stark machen, würden überflüssig. Das gleiche gilt für alle gesellschaftlichen Bereiche und Personen, die sich von Finanzierungen und den Aufträgen der Agrochemie, Lebensmittelkonzerne, Pharma- und Kosmetikbranche sowie Alkohol- und Zigarettenindustrie abhängig gemacht haben: weltweite Marketing- und Werbeagenturen, einzelne Politiker und ganze Parteien, Wissenschaftler und Universitäten, Nichtregierungsorganisationen, Journalisten und ihre Arbeitgeber, Berater, Architekten, Sportvereine, Baukonzerne, IT-Konzerne und Soft- und Hardwareanbieter, der Gastronomiesektor und viele mehr.

Versicherungsmarkt, Finanzwirtschaft und Großinvestoren:

Wenn alle diese Wirtschaftsbereiche signifikant schrumpfen würden, folgen Zahlungsunfähigkeiten. In Folge dessen würde der Versicherungsmarkt, inklusive unserer privaten Altersvorsorge und die Finanzwirtschaft, zusammen brechen.

Arbeitsplätze und Steuern:

Und dann würden in allen diesen Bereichen auch viele Arbeitsplätze wegfallen und der deutsche Staat erhielte weniger Steuern. Dann muss Deutschland, ebenso wie viele andere Staaten, umdenken, weil es seine laufenden Kosten dann nicht mehr decken kann.

Wer das System versteht, begreift, in welcher Misere wir feststecken. Unser globalisiertes und neoliberales Wirtschaftssystem baut darauf auf, dass Menschen weltweit nicht wirklich verstehen, wie sehr sie mit den eigenen Ernährungsgewohnheiten ihren Körper schädigen. Denn würden sie das tun, dann würden viele anders handeln und das System bräche zusammen. Und genau das wird mit unzähligen Mechanismen und an etlichen Stellen weltweit verhindert.

 

Ulrike von Aufschnaiter, Jahrgang 1975, ist Gründerin und Geschäftsführerin einer Unternehmensberatung und Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT). Sie arbeitet als Coach und Organisationsentwicklerin mit Personen im oberen Management von DAX- und FTSE-Konzernen zusammen. Darüber hinaus blickt sie auf eine 10-jährige internationale Karriere im Investmentbanking zurück. Sie ist Autorin des Buches „Deutschlands Kranke Kinder“.

 

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

 

Kommentar netvent.de:

Dieser Beitrag ist der erste von weiteren drei angekündigten. Er hat mich in seiner Klarheit und seiner nachvollziehbaren Zuordnung und Plausibilität sehr angesprochen und ich werde ebenfalls die drei angekündigten Beiträge interessiert verfolgen und auch an dieser Stelle veröffentlichen. Zusätzlich beeindruckt mich auch dieser Artikel, weil er, wie unten bestätigt, weiter veröffentlicht werden kann. Es stecken also keine monetären Interessen dahinter, wohl aber rückt die berechtigte Sorge um unsere Zukunft stark in den Vordergrund.

Aus persönlichen Erfahrungen und Herstellung von Zusammenhängen kann ich nur ergänzend beipflichten. So z.B. war ich mitbeteiligt an der Herstellung der weltweit ersten kontrollierten Müllverbrennungsanlage im Jahre 1982 bei der HOECHST DO BRASIL S.A. Sáo Paulo/ Suzano in Brasilien. Im Kontext unseres heutigen Themas stellt sich doch die Frage: Wäre die Herstellung solcher Anlagen nicht überflüssig, hätten wir diesen Industriemüll vorher eben nicht produziert? Wir erinnern uns doch alle an die überaus kostspieligen Bereinigungen unserer Flüsse in Deutschland ab dem Ende des vergangenen Jahrhunderts. Was denn, wenn wir sie nicht vorher verdreckt hätten. Und ein ebenfalls ganz persönliches Erlebnis, und dieses Beispiel ist den meisten Menschen durch persönliche Erfahrung bekannt, ist in einem Erkenntnisgewinn der hintergründigen Strukturen von einzigartiger Bedeutung zu sehen. In meiner Kindheit kam ich nach einem Fahrradunfall mit zwei Rippenbrüchen in das Städtische Krankenhaus in Hamm in Westfalen. Ohne Vorlage irgendwelcher Papiere, Krankenkasse oder Zusatzversicherung, wurde ich sofort behandelt. Denn: Mein Vater war über seine Betriebskrankenkasse mit seiner Familie gesetzlich krankenversichert und das Städtische Krankenhaus lag in Händen der kommunalen Behörde. Wesentlich dabei ist, dass beide Institutionen, gesetzlich geregelt, nicht gewinnorientiert arbeiten durften.

Stellen wir einmal die Wesentlichkeit dieser Einrichtungen in den Vordergrund, nämlich die Wiederherstellung meiner Gesundheit, auch im Sinne der öffentlichen Ökonomie, so erweisen sich doch ganz eindeutig die sich langsam aufbauenden Strukturen von privaten Krankenversicherungen als für die Gesellschaft, gesamt gesehen, als horrend Kosten verursachend und ethisch äußerst bedenklich. Grundgesetz: “Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich”. Also darf die Krankheitsbehandlung qualitativ nicht variieren – je nach Kontostand. Gewinner dieses Systems sind, am Ende der Kapitalgewinnkette, einige wenige, privilegierte Menschen. Und, im Sinne dieses Beitrages, wer gehört zu den an und für sich nicht notwendigen Institutionen? 1. Private, kapitalintensive, gewinnorientierte Hedgefonds und börsennotierte Versicherungen, 2. Privatisierte Krankenhäuser und Kliniken. 3. Banken, mit der Kreditvergabe an nun nicht mehr öffentlichen Krankenhäusern, 4. Große Teile der Pharmaindustrie. 5. Anwaltskanzleien die mit der Gesundung der betroffenen Personen nicht das Geringste zu tun haben, sondern lediglich an der Abwälzung der Kosten auf, im Endeffekt, die Allgemeinheit, sprich den Steuerzahler abziehlen. Das geschieht bei staatlich geführten Einrichtungen ebenfalls, aber ohne Zwischenschaltung und eklatant kostenerhöhende Zwischenorganisationen – man könnte von parasitären Strukturen sprechen.

Ich werde es damit belassen, Sie wissen was gemeint ist und werden dazu eigene Überlegungen in´s Spiel bringen. In diesem Falle: Gesundheit ist kein Spekulationsobjekt!

 

 

10. Januar 2021

Datum: 10.01.2021 www.netvent.de

Quelle:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/507362/Verein-Deutscher-Ingenieure-Moderne-Verbrennungsmotoren-sind-umweltfreundlicher-als-Elektroautos

 

Beitrag 88

Verein Deutscher Ingenieure: Moderne Verbrennungsmotoren sind umweltfreundlicher als Elektroautos

05.11.2020 10:11

Seit Jahren treibt die Politik die Wirtschaft mit Einsparzielen für das Naturgas Kohlenstoffdioxid (CO2) vor sich her. Nun zeigt eine Ingenieursstudie, dass E-Autos nicht wie oft behauptet per se schadstoffarm oder umweltfreundlich sind.

 

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) plädiert dafür, beim Auto nicht nur auf den batterieelektrischen Antrieb zu setzen, wie dies sowohl die Bundesregierung, die EU-Kommission als auch Autobauer wie Volkswagen tun.

Vielmehr müssten sich verschiedene Techniken ergänzen, das sei „unsere einzige Chance, die CO2-Ziele für 2030 zu erreichen“, sagte VDI-Präsident Volker Kefer. Er berief sich auf die Ergebnisse einer aktuellen VDI-Studie zur Ökobilanz von Autos mit verschiedenen Antriebssystemen.

Sowohl Batterie, Brennstoffzelle als auch Verbrennungsmotor hätten noch großes Potenzial, wesentlich zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes beizutragen. Betrachte man die gesamte Wertschöpfungskette, so seien moderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren heute oft noch schadstoffärmer als Elektrofahrzeuge, heißt es in der Studie. Elektroantriebe mit Batterie litten unter dem hohen Energie- und Materialaufwand in der Produktion.

Vor dem Hintergrund dieses Studien-Ergebnisses betrachtet wirken die radikalen Maßnahmen der Politik zur Unterstützung der Elektromobilität noch sonderbarer. Denn sowohl die Bundesregierung als auch die EU-Kommission setzen bei Elektroautos eine Kohlenstoffdioxid-Bilanz von null an, obwohl sowohl der Bau der Antriebsbatterien wie auch der Bau der Karosserie zu CO2-Emissionen führt. Dass es sich bei den Antriebsbatterien von Elektroautos um eine extrem energieintensive und mit Blick auf den Umweltschutz auch um eine sehr problematische Technologie handelt, zeigt sich regelmäßig bei Unfällen von E-Autos und der danach fälligen Entsorgung der Batterien als hochgiftiger Sondermüll.

Einen wesentlichen Anteil am CO2-Ausstoß, so der VDI in der Studie, habe die jeweilige Energieversorgung der Fahrzeuge in der Produktion und im Betrieb. „Wenn die Energieträger nicht von ihrem CO2-Rucksack befreit werden, kann keine der Technologien helfen“, machte VDI-Fahrzeugexperte Ralf Marquard deutlich: „Nur wenn die Energieträger auf erneuerbarer Basis gewonnen werden, können alle Technologien helfen, die Umweltbilanz zu verbessern.“

Milliarden zur Subventionierung der E-Mobilität

Die Bundesregierung hatte die staatlichen Subventionen aus Steuergeldern für Elektroautos im Zuge des Konjunkturpakets im Sommer deutlich angehoben, um die Nachfrage anzukurbeln. Das kostet den Bund Milliarden. Die erhöhte Prämie gilt bis Ende 2021. Reine Elektroautos werden mit einer Prämie von 9.000 Euro gefördert. Davon übernimmt der Bund 6.000 Euro, die Hersteller den Rest.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, gab es im Oktober daraufhin mit 32.324 so viel Anträge wie nie zuvor. Käufer von Elektroautos können außerdem ab dem 16. November Förderprogramme von Bund und Ländern gleichzeitig in Anspruch nehmen, wie das Ministerium mitteilte. Dies ist seit dem Sommer nicht mehr möglich ist. Käufer konnten neben der Kaufprämie des Bundes nicht noch Förderungen etwa von Ländern in Anspruch nehmen.

Auch durch die höheren Prämien sind die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen zuletzt stark gestiegen. Sie liegen aber immer noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Massiv mehr E-Autos spielen eine wichtige Rolle in der Strategie der Bundesregierung, um die sogenannten „Klimaziele“ zu erreichen. Die faktisch von der Politik erzwungene Umstellung auf Elektroautos dürfte zum Abbau hunderttausender Arbeitsplätze in Deutschland führen.

USA treten aus dem Klima-Verein aus

Ganz anders sieht die Politik der USA mit Blick auf das Weltklima aus. Das Land ist nicht mehr Mitglied des UN-Klimaabkommens von Paris. Die Kündigung trat am Mittwoch um Mitternacht New Yorker Ortszeit in Kraft, wie das Klimasekretariat der Vereinten Nationen zuvor erklärt hatte - vier Jahre, nachdem die Vereinbarung zur Begrenzung des Klimawandels in Kraft getreten ist, und ein Jahr nach der formellen Austrittserklärung der US-Regierung. Die USA sind das erste und bisher einzige Land, das das Klimaabkommen verlassen hat.

2015 hatte sich die Weltgemeinschaft bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris darauf geeinigt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Ein Jahr später hatten bereits ausreichend Staaten das Abkommen ratifiziert, sodass es in Kraft treten konnte. Bestimmte Details zur Umsetzung werden bis heute verhandelt, aber im Großen und Ganzen stehen die Regeln.

Bisher reichen die Pläne der Staaten für das Einsparen von Treibhausgasen aber noch längst nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu schaffen. Die Folgen der Klimaerwärmung sind weltweit spürbar - dazu gehören etwa ein Anstieg der Meeresspiegel, ein höheres Risiko von Dürren, Hitzewellen, schweren Stürmen und Überschwemmungen, aber auch das Abschmelzen von Gletschern und der Eisflächen an den Polen oder das Absterben von Korallenriffen. Umstritten bleibt aber, inwieweit der Ausstoß des lebenswichtigen Naturgases CO2 dafür verantwortlich ist.

Lesen Sie dazu auch, falls Sie näher interessiert sind, die unteren Beiträge. Nur anklicken!:

Experte kritisiert Feldzug gegen den Diesel: „In Wirklichkeit geht es um das Ende des Individualverkehrs“

Die Verunglimpfung des Diesels ist großes Unrecht

Schätzungen: Elektroautos werden in Deutschland zwischen 70.000 und 160.000 Stellen kosten

Weik und Friedrich: „Alle reden vom Klima, während die deutsche Wirtschaft auf die Rezession zusteuert“

Die schmutzige Lieferkette der E-Mobilität

Paukenschlag bei Continental: „Die deutsche Autoindustrie wird politisch zerstört“

Kommentar netvent.de:

Wie ich schon unter der Rubrik „Vorträge“ erwähnte, steht an diesem Wochenende das Thema: Energiepolitik, und hier speziell die Energiegewinnung aus Wasserstoff im Vordergrund. Zum Einen stellt das Thema eine gewisse Erholung von den Themen Corona und Donald Trump dar, zum Anderen ist das Thema weitaus wichtiger und wesentlicher für unseren industriell geprägten Staat als viele Menschen sich das vielleicht vorstellen können. Wenn wir von einem, oder unserem, industriell geprägten Staat reden, vergessen wir mitunter, unter dem Volkserziehungsthema des Klimawandels, angeblich hervorgerufen durch menschengemachten CO2 – Ausstoß, die Basis unseres, an Bodenschätzen recht armen Landes. Gezwungen durch diesen Mangel, war unser Land stets auf die Entwicklung und Weiterverwendung, eben in der industriellen Produktion, der Naturwissenschaften angewiesen. Bedingt auf diese Fokussierung auf die Entwicklung der Naturwissenschaften fanden selbstverständlich auch die anderen Wissenschaften, eben die Geisteswissenschaften, im Laufe der letzten Jahrhunderte ihren Weg an unsere Hochschulen und Universitäten. Schlicht und einfach betrachtet, wurden wir als Resultat ( unter anderem ) dieser Gemengelage zu dem „Volk der Dichter und Denker“.

Wir dürfen ohne weiteres annehmen, ohne gleich in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt zu werden, dass die Attacke auf unsere Industrie – , Energie – und ökonomische Gesellschaft einem von langer Hand geplanten Prozess unterliegt. Betrachten wir hier schlicht und einfach nur die Übertragung unseres, an und für sich, grundgesetzlich geregeltes Rechts auf die Herstellung und Überwachung unserer eigenen Geldmenge und unseres nationalen Haushaltes ( GG – Artikel 88 ) den wir jedoch schon längst an die EZB und deren Überwachungsorganen, abgegeben haben oder besser: Abgeben mussten! Betrachten wir die Bevormundung unserer zutiefst eigenen Energieversorgung durch die Nordstream 2 - Pipeline durch die amerikanische Politik. Und nicht zuletzt, betrachten wir die angeblich klimafreundliche und neutrale Elektroautoproduktion gegenüber den Verbrennungsmotoren. Das das vordergründige Motiv, nämlich die Verringerung bzw. die Vermeidung von CO2 so absolut nicht stimmt, sollen meine Beiträge gesamt, an diesem Wochenende, darlegen.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich verurteile auf das Schärfste die kriminellen Machenschaften deutscher Automobilkonzerne bei den Betrugsfällen bzgl. der Abgasvorschriften in den letzten Jahren. Ich bin ausdrücklich für die Beibehaltung von Verbrennungsmotoren, anstatt E – Motoren, allerdings auf Basis von Wasserstoffmotoren – denn deren Abgasprodukt ist schlicht und einfach: Wasser! Freundlicher und neutraler geht es nicht! Ich bin ausdrücklich für die Eigenverantwortung bei der Installation der eigenen Energieversorgung. Ich bin ausdrücklich für die absolute Einschränkung bei der Verwendung von Kunststoffen. Ich bin ausdrücklich für die wissenschaftlich neutrale Kontrolle beim Einsatz von Kunstdünger. Und ich bin ausdrücklich für eine neutrale, wissenschaftliche Überprüfung von allgemeiner Umweltverschmutzung. Das sollte zunächst reichen um meine grundsätzliche Einstellung zu erklären.

Und abschließend möchte ich ganz besonders hervorheben, dass die Basis der Energieversorgung über Wasserstoff, nämlich Wasser und dessen Trennung in Sauerstoff und eben Wasserstoff, unbegrenzt und fast kostenfrei vorhanden ist. Wasser ist quasi unbegrenzt und kostenfrei vorhanden. Die zur Teilung in Sauerstoff und Wasserstoff benötigten Energieträger sind kostenfrei vorhanden: Sonne, Wind und Stauseen. Lediglich die Umformung durch industrielle Anlagen ist mit Kosten verbunden. Dazu kommt, dass unsere einheimische Industrie auch hier, gegenüber anderen Nationen, einen wesentlichen, wissenschaftlichen und technischen Vorsprung besitzt, was die Herstellung von Wasserstoffmotoren angeht. Wir brauchen keine E – Motorenfabriken, im Besitz von Finanzkonzernen, wie Tesla, um unsere viel besser ausgerüstete Automobilindustrie, was Klimaneutralität betrifft, zu ersetzen.

 

 

01. Januar 2021

Datum: 01.01.2021 www.netvent.de

Quelle:

 

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/508454/Konzerne-gehen-in-der-Lockdown-Krise-auf-Einkaufstour-Die-Grossen-fressen-die-Kleinen-wann-wehrt-sich-der-Mittelstand-endlich?src=rec-newsboxes

 

 

Beitrag 87

Konzerne gehen in der Lockdown-Krise auf Einkaufstour: Die Großen fressen die Kleinen - wann wehrt sich der Mittelstand endlich?

31.12.2020 10:04

Prof. Dr. Christian Kreiß

Immer mehr Mittelständlern geht in der Krise das Geld aus. Die Großen freut´s - sie kaufen die Konkurrenz zu Spottpreisen auf. Wie sich dieses volkswirtschaftliche Drama abspielt, und wie die Politik darauf reagiert, analysiert DWN-Kolumnist Christian Kreiß.

 

Am Sonntag letzter Woche veröffentlichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten einen Beitrag mit dem Titel: „Insolvenzen: In der Eurozone droht der große Ausverkauf – China wird profitieren“. Weiter hieß es: „Während China seine Wirtschaft wiederbelebt, droht in der Eurozone eine Insolvenzwelle unbekannten Ausmaßes. China könnte schon bald auf eine „große Einkaufstour“ in der Eurozone gehen […] Währenddessen wird in Chinas Clubs und Bars ausgelassen gefeiert - ohne Mundschutz und Abstandsregeln.“ Nicht alle sind also unglücklich über eine Insolvenzwelle in Europa, im Gegenteil. Das gilt allerding nicht nur für chinesische Konkurrenten, sondern für alle Konzerne und Fonds, die auf hohen Cash-Beständen sitzen. Und es gibt momentan einige, die über extrem hohe Liquiditätsbestände verfügen. Denn in allen Krisen gilt: Cash is King!

Durch die europäischen und weltweiten Lockdowns schrumpfte die Wirtschaft des Euroraums in den ersten drei Quartalen 2020 um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei gilt für die einzelnen Länder: Je strenger die Lockdowns waren, desto schlimmer war der Wirtschaftsabsturz. Für das vierte Quartal wurden die Prognosen für die Eurozone wegen der zweiten Lockdown-Welle von führenden Wirtschaftsforschungsinstituten vor Kurzem um 4,9 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Statt eines Wachstums von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal soll die Euro-Wirtschaft nun um 2,2 Prozent zurückgehen. Und was das erste Quartal 2021 angeht: Die Ökonomen erwarten wegen der Lockdowns jetzt nur noch ein sehr schwaches Wachstum von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Daher ist es kein Wunder, dass viele Experten für den Euroraum 2021 mit einer Pleitewelle und Problemen für die Bankenrechnen. Insgesamt lässt sich konstatieren: Man sieht an diesen Zahlen die dramatische Auswirkung von Lockdowns auf das Wirtschaftsleben.

Die deutsche Wirtschaft sackte in den ersten neun Monaten 2020 gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent ab. Unsere Exporte sanken in den ersten zehn Monaten gegenüber dem Vorjahr sogar um über elf Prozent. Sie sollen im Gesamtjahr um stolze 13 Prozent sinken. Der ifo-Index, häufig ein guter Konjunkturindikator, lag im Dezember 2020 mit 92,1 etwa 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 95,5 und zeigt damit selbst von dem momentan stark gedrückten Wirtschaftsniveau ausgehend nicht gerade einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung an. Durch den zweiten harten Lockdown seit November wird unsere Wirtschaft erneut stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Experten rechnen mit einer Insolvenzwelle in Deutschland, vor allem bei Selbständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland. Der Präsident des „Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung“ (DIW) Berlin, Marcel Fratzscher, warnte kürzlich gar vor einem „Pleite-Tsunami“ im Jahr 2021.

Die Lockdowns und der Mittelstand

Kleine und mittelgroße Unternehmen stellen bei uns über 71 Prozent aller Arbeitsplätze. Ende Oktober, also noch vor Beginn des zweiten Lockdowns, hieß es bereits, die Corona-Lockdowns gefährdeten mehr als eine Million Arbeitsplätze im Mittelstand. „Bis zum Jahresende 2020 könnte es zu einem Verlust von etwa 1,1 Millionen Arbeitsplätzen kommen“, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib damals, und wagte zusätzlich einen Ausblick auf die Geschäftserwartungen für 2020: „Trotz der Erholung im dritten Quartal sind die Geschäftserwartungen für 2020 historisch schlecht.“ Laut einer KfW-Umfrage vom September rechnet mehr als jedes zweite Unternehmen für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang. Insgesamt könnten die Erlöse um deutlich mehr als eine halbe Billion (545 Milliarden) Euro einbrechen. Der „Bundesverband der Freien Berufe“ sah bereits im Oktober viele Freiberufler in einer Notlage: Jeder zweite war demnach stark oder sehr stark von den Folgen der Corona-Lockdowns betroffen. Darüber hinaus seien vor allem junge und kleine Unternehmen sehr angeschlagen.

Seit dem zweiten Lockdown hat sich die Lage weiter verschlechtert. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sagte im Dezember für die „Arbeitsgemeinschaft Mittelstand“, Finanzpolster, die manche Unternehmen in vielen Jahren aufgebaut hätten, seien in kürzester Zeit zusammengeschmolzen: „Für viele Betriebe geht es um die Existenz“.

Das Gastgewerbe wurde durch die Lockdowns in die größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt. „Verluste und Insolvenzen werden im Januar so reichlich rieseln wie die trockenen Nadeln vom Weihnachtsbaum“, hat kürzlich der Berliner Spitzenkoch Tim Raue gesagt. Der „Deutsche Hotel- und Gaststättenverband“ (Dehoga) warnte bei Beginn des zweiten Lockdowns, „Zehntausenden Unternehmen drohe ohne umfassende finanzielle Hilfen die Pleite. […] „Durch den zweiten Lockdown wird ein Drittel der 245.000 Betriebe den Winter nicht überstehen. Ohne umfassende Entschädigungshilfe droht ihnen die Pleite““ sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Laut der Wirtschaftsauskunftei „Crif Bürgel“ waren bereits Ende Oktober 14,5 Prozent der untersuchten Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés in Deutschland insolvenzgefährdet.

Der Präsident des Handelsverbandes Textil, Steffen Jost meinte kurz vor der zweiten Lockdown-Welle: „Es wird ein Ladensterben in den Hauptlagen geben. Das Gesicht vieler Innenstädte wird sich massiv verändern. Manche wird es nicht mehr geben.“ Und der „Handelsverband Deutschland“ fürchtete, ebenfalls bereits vor dem zweiten Lockdown, „am Ende könne die Krise 50.000 mittelständischen [Handels-] Unternehmen die Existenz kosten.“

Fehlende Proteste

Angesichts dieser schlimmen Lage und insbesondere der trostlosen Aussichten für hunderttausende von Selbständigen, kleinen und mittleren Unternehmen, stellt sich die Frage: Warum protestieren bislang die Wirtschaftsvertreter so wenig? Warum drängen die Unternehmer nicht einmal auf eine nennenswerte öffentliche Diskussion über die Verhältnismäßigkeit oder Angemessenheit der getroffenen Maßnahmen?

Das liegt zum einen an der ökonomischen „Appeasement-Politik“, der Beruhigungspolitik, die seit März in historisch nie dagewesenem Ausmaß betrieben wird. Stichworte sind KfW-Kredite, Umsatzentschädigung, Kurzarbeitergeld, Mehrwertsteuersenkung, Aussetzen der Insolvenzpflicht usw. Die deutsche Regierung gibt 2020 und 2021 zusammen knapp 1.500 Milliarden Euro Beruhigungsgeld aus, das entspricht etwa 30 Prozent vom Bruttosozialprodukt. Das ist historisch einzigartig. Sehr viele Betroffene werden geradezu zugeschüttet mit Geld. So sichert man sich die Zustimmung vieler Betroffener (und gleichzeitig auch politische und mediale Befürwortung): Man überhäuft die gefährdeten Unternehmen mit Geld – stopft ihnen sozusagen den Mund mit Geld.

Wer profitiert vom Ausverkauf?

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum so wenig Proteste aus Wirtschaftskreisen kommen. Denn es gibt große Profiteure eines Unternehmen-Massensterben. Nicht alle sind über Massenpleiten von Selbständigen, kleinen und mittleren Unternehmen unglücklich, beispielsweise die eingangs genannten chinesischen Einkäufer, die solide Mittelständler in Krisenzeiten sehr preiswert erwerben können. Aber nicht nur die Chinesen freuen sich über eine Pleitewelle im deutschen Mittelstand. Ein Münchner Gastronom erzählte mir von einem Treffen der des „Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern“ im Herbst, auf dem auch führende Münchner Gastronomen waren. Verschiedene Brauerei-Eigentümer, Großinvestoren und Großgastronomen sagten, sie seien über die Entwicklung gar nicht unglücklich, im Gegenteil. Sie schauen sich momentan genau an, welches Lokal an welchem Standort pleitegeht und dadurch günstig zu haben ist – wenn es ihnen zusagt, greifen sie zu. Ein sehr bekannter Münchner Spitzengastronom sagte demnach: Das Ganze kostet mich jetzt ein paar Millionen Umsatz, aber danach habe ich ein paar sehr hübsche Standorte mehr und stehe viel besser da als zuvor. Das nennt man Marktkonsolidierung.

Genau diesen Zusammenhang darf man nicht übersehen: Infolge der Lockdowns fressen die Großen die Kleinen, und zwar sehr bequem und vor allem äußerst günstig. Deshalb gab und gibt es auch keinen nennenswerten Widerstand seitens der einflussreichen Großunternehmen und Kapitalgeber gegen die Lockdown-Politik – im Gegenteil. Wie gesagt: Zunächst kostet es ein paar Millionen, vielleicht auch ein paar Milliarden Umsatz, aber danach steht man viel stärker da als zuvor. Die Lockdowns arbeiten den Großunternehmen – Stichwort Amazon -, den Milliardären, den großen Kapitalien, Hedge-Fonds und denjenigen, die jetzt auf viel Liquidität sitzen, in die Hände. Dazu kommt: Die Großunternehmen wissen ganz genau, dass sie im Zweifelsfall von der Regierung gerettet werden, nach dem Motte „too big to fail“, zu groß, um pleitezugehen, Beispiel Lufthansa. Die Fluggesellschaft wurde mit etwa 10 Milliarden Euro Staatsgeldern gerettet. Allein im dritten Quartal 2020 verbrannte sie davon zwei Milliarden Euro. Man kann davon ausgehen, dass die Lufthansa, auch nachdem sie ihre Finanzreserven verbrannt hat, nicht pleitegehen wird. Summa summarum: Für Großkonzerne gibt also kaum Grund, gegen Lockdowns zu protestieren.

Um es nochmal zu widerholen: In jeder Krise gilt das Prinzip „Cash is King“. Je schlimmer der Absturz, desto wichtiger ist Cash, ist Liquidität, um bei sinkenden Umsätzen zu überleben. Das wissen die wichtigen und großen Player. Ein paar Zahlen: Die 3.000 größten börsennotierten Nicht-Finanz-Unternehmen der Welt sitzen momentan auf 7.600 Milliarden Dollar Liquidität. Das ist ungefähr ein Drittel mehr als noch 2019 und entspricht in etwa dem doppelten des deutschen Sozialprodukts. Die US-Bank „JP Morgan Chase“ sowie Private Equity Fonds verfügten im Frühjahr 2020 laut Wall Street Journal über jeweils etwa 2.000 Milliarden Dollar Cash. Dann gibt es noch Großinvestoren wie Blackrock, Vanguard und viele andere, sowie Hedge-Fonds, die ebenfalls auf sehr hohen Liquiditätsbeständen sitzen. Dazu kommen die bekannten Superreichen wie Jeff Bezos, Bill Gates, Warren Buffet, Marc Zuckerberg usw., deren Vermögen in den letzten Monaten nicht etwa trotz, sondern gerade wegen der Lockdowns dramatisch gestiegen sind. Für fast alle Großunternehmen und Großinvestoren, die jetzt auf hohen Liquiditätsbeständen sitzen, sind Lockdowns ein Segen, bieten sie doch die einmalige Chance, Konkurrenten billig aus dem Weg zu räumen.

Wie bereits in der Vergangenheit, insbesondere in der schlimmen Weltwirtschafts- und Finanzkrise 1907, gibt es auch diesmal gewaltige Gewinner des ökonomischen Bereinigungsprozesses. Die Großen werden in möglicherweise nie dagewesenem Umfang die Kleinen fressen. Je mehr Angst in den Medien geschürt wird, desto länger und strikter werden die Lockdowns. Jeder Tag zusätzlicher Lockdown führt mittelfristig zu zusätzlichen Milliardengewinnen der großen Akteure, insbesondere der Multimilliardäre. Je schlimmer die Lockdowns, desto stärker wird die Markbereinigung, desto größer wird der Machtzuwachs bei einer vergleichsweise kleinen Gruppe von Superreichen, denen die großen Konzerne ganz oder doch zumindest zu großen Teilen gehören. Die Kombination aus Lockdowns und Angst sind ein Segen für die Großkonzerne und die hinter ihnen stehenden Superreichen, sie bieten ihnen eine geradezu einmalige Chance, mit der Konkurrenz richtig aufzuräumen.

Der deutsche Mittelstand ist das Bauernopfer, das von unseren Politikern offenbar gerne und willig für die Großkonzerne, genauer: für deren Eigentümer, gebracht wird. Wenn sich der Mittelstand nicht bald entschieden wehrt, wird es ihn in dieser Form nicht mehr lange geben.

 

Zum Autor:

Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben Büchern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschleiß (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (Grüne, Linke, SPD), Gewerkschaftsmitglied bei ver.di. Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen. Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de

 

Kommentar netvent.de:

Mein Kommentar zu diesem Themenkomplex ist schon im Kommentar zu meinem Beitrag unter der Kolumne „Politik“ enthalten.

 

 

                                      A R C H I V   B E R I C H T E

Aus Kapazitätsgründen musste ich alle, weiter unten stehenden Beiträge, eben auf dieser Liste zusammenfassen. Sollte Sie einer von diesen Berichten interessieren, so schreiben Sie mir einfach eine mail, und ich schicke Ihnen dann diesen Beitrag zu:

info@netvent.de

  1. Der Weg zu einer unvergesslichen Begegnung.pdf

  2. Geheimnisse des Universums.pdf

  3. CERN - Forscherin – Universum.pdf

  4. Der freie Wille.pdf

  5. Rating Agenturen.pdf

  6. Prüfungsfragen Anthrop. Psychologie.pdf

  7. Buch – Skatclub.pdf

  8. (15.3.1.1.2.) Kant-Interpretation Grundlegung 395-396.pdf

  9. Cholesterin - der große Bluff.pdf

   10. Über 500 Wissenschaftler widersprechen These vom

          „menschengemachten Klimawandel“.pdf

    11. Wir Klimalügner.pdf

    12. Mausfeld_Die_Angst_der_Machteliten_vor_dem_Volk.pdf

    13. Prof. Mausfeld.pdf

    14. George Soros will Europa zerstören.pdf15.

    15. Wahrhaftigkeit und Politik.pdf

    16. Wie Geld entsteht.pdf

    17. Nie vergessen - Julian Assange.pdf

    18. Geld - und seine dunklen Seiten.pdf

    19. Zuwanderung

           19.1 Zuwanderung.pdf,

           19.2 Zuwanderung 2.pdf,

           19.3 Zuwanderung 3.pdf,

           19.4 Reden zur Souveränität der BRD.pdf

   20. Russlands Blickwinkel.pdf

   21. Die letzte Bastion.pdf

   22. 70 Jahre Terror.pdf

   23. Die Impf – Lüge.pdf

   24. ARD als Flaggschiff.pdf

   25. Bettenabbau in Krankenhäusern.pdf

   26. Aussagen der Eliten.pdf

   27. Prof. Dr. Stefan Hockertz, Immunologe und Toxicologe.pdf

   28. Martin Wehrle.pdf

   29. Hopkins oder Schweiz.pdf

   30. Die Meister der Zahlen.pdf

   31. kenFM – Sammlung.pdf

   32. Die Corona Kohorte.pdf

   33. Manipulation nach Chomsky.pdf

   34. Doping in Russland.pdf

   35. NWO bei KenF.pdf

   36. Dissertation Masken.pdf

   37. Besatzungsrecht BRD.pdf

  1. Euromomo.pdf

  2. Pawlosche Hunde.pdf

  3. Referent über Corona.pdf

  4. Koexistenz mit Viren.pdf

  5. Ullrich Mies.pdf

  6. Quetzalcoátl und Corona.pdf

  7. Virus – Angst.pdf

  8. Polizeiauflösung in USA.pdf

  9. Der wahre Hintergrund.pdf

  10. ARD und Popp.pdf

  11. VerAppelung der Bürger.pdf

  12. FAZ und mwgfd.pdf

  13. Monsantostudien.pdf

  14. WHO und Lobbyisten.pdf

  15. Der Weg aus der Angst.pdf

  16. mwgfd.pdf

  17. Plandemie.pdf

  18. Fetisch CO2.pdf

  19. Der Panik – Verbreiter.pdf

  20. Zahlensalat.pdf

  21. Selbstermächtigung.pdf

  22. Impfrisiko.pdf

  23. Positiv oder krank.pdf

  24. Lockdown bei Illner.pdf

  25. Impfkrieg.pdf

  26. Wie funktionieren Talkshows?
  27. "Berlin invites the world"
  28. Reichstag - da war doch was?
  29. Nostradamus am Reichstag.pdf
  30. Politiker in Talkshows.pdf
  31. München am 12. September 2020.pdf
  32. Olaf Scholz und Wirecard.pdf
  33. Eric Gujer und Corona.pdf
  34. Hungertod.pdf
  35. Hausmitteilung.pdf
  36. Übersterblichkeit.pdf
  37. Enttarnung.pdf
  38. Deutschland hat bereits eine Reichensteuer.pdf
  39. Ein neuer Lockdown.pdf
  40. 58 Minuten innehalten.pdf
  41. Charles Koch - der Milliardär und die US Politik.pdf
  42. Preis der Freiheit.pdf
  43. Bitte - bitte Dokumentation.pdf
  44. Wer beherrscht die Welt.pdf
  45. Spaltung des Volkes.pdf
  46. mRNA.pdf
  47. Ein Weckruf zum Wohle unserer Kinder.pdf
  48. LMU - Coronastatistik.pdf
  49. Waffenstillstand.pdf
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© Hans-Werner Dünnebacke