Der Mensch

       Herkunft - Situation - Zukunft

Diese Vortragsreihe umfasst 15 Einzelvorträge ( in gelb unterlegt ) und endet schließlich mit dem Vortrag über die Intuition ( rot unterlegt ). Jeder Vortrag ist allerdings in sich abgeschlossen und die Vortragszeit beträgt - je nach Gestaltung - 1 bis 2 Stunden. Die Basis besteht aus den 5 Grundthemen        ( 1. bis 5. ) und entwickelt sich, über Zwischenthemen, zu ebenfalls gelb unterlegten, weiteren Vorträgen.

Am folgenden Schaubild soll erklärt werden, wie der Autor die Wichtigkeit der Intuition einschätzt, die bei der aktuellen Weltsituation, die für den Einzelnen gewollt unüberschaubar geworden ist,  wieder angesiedelt werden sollte. Der Ausdruck "wieder angesiedelt" erscheint deswegen als hervorhebenswert, da die Intuition, vor ihrer Verwissenschaftlichung durch die ökonomisierte Welt, einen gänzlich anderen Stellenwert besaß.

Nachfolgend stelle ich die einzelnen Vorträge mit einer kurzen Beschreibung vor und einige Bilder können durch Anklicken des PDF -  "Downloadfeldes" abgerufen werden. Da diese Reihe innerhalb der letzten 8 Jahre entstanden ist, werde ich die umfangreichen Quellengaben, die über der gesamten Reihe stehen, mit nur diesem PDF -  Klick an nachfolgender Stelle vorstellen : 

Quellenverzeichnis für die gesamte Serie
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1. Anthropologie

Als ich vor etlichen Jahren direkt mit dem Begriff "Anthropologie" zu tun bekam, waren meine Vorstellungen zunächst noch recht schwammig. Die kürzeste Definition lautet wohl: Wissenschaft vom Menschen, besonders unter biologischem, philosophischem, pädagogischem und theologischem Aspekt.  Wie sich diese Begriffserklärung, wie ich später weiter ausführen werde, im Laufe der Jahrhunderte, speziell aber im Laufe der letzten Jahrzehnte, weiter differenziert hat, kann vielleicht am anschaulichsten an der Entwicklung und Definition der Wissenschaften seit der Antike, und hier speziell der griechischen Kultur, veranschaulicht werden. Zunächst wird auf den Einfluss hingewiesen, und zwar chronologisch, den die Mythen, die Religionen, die Philosophie, die Naturwissenschaften und schließlich die moderne Ökonomie auf die Meinungsbildung des Menschen und seine folgenden Handlungen ausübten. Weiter wird der Stand der Anthropologie beschrieben und ein weiterer Ausblick soll die Hoffnung wecken, dass zukünftig berechenbare Fakten, also die durchökonomisierte Lebensgestaltung, einer menschlicheren, einer dem Bewusstsein näher stehenden Handlungsgrundlage mehr Geltung verschafft. Dieser Vortrag ist als Einleitung zur gesamten Serie gedacht, deren einzelne Vorträge aber trotzdem als jeweils in sich geschlossen zu betrachten sind.

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2. Wo kommen wir her?

In seinem Buch: "Wir Menschen", beschreibt Henning Engeln, gleich auf den ersten Seiten, die Situation wie folgt: "Wenn man die Bibel als ein Buch von Metaphern auffasst, das vor Jahrtausenden geschrieben wurde und sich des damaligen Weltbildes bediente, um elementare, menschliche Wahrheiten auszudrücken, dann kann man ihre Weisheiten in das heutige naturwissenschaftliche Weltbild übertragen und sie in aktuelle, wissenschaftliche Bilder übersetzen - zum Beispiel, indem man die Schöpfung mit dem Urknall symbolisiert oder den Einfluss Gottes auf die Entwicklung des Lebens in Jahrmillionen statt in Tagen bemisst. In diesem Fall lassen sich die modernen Naturwissenschaften  und der christliche Glaube durchaus vereinen. Wer allerdings die Bibel wörtlich interpretiert und darauf besteht, dass die Erde vor 6000 Jahren geschaffen wurde oder Eva physisch aus der Rippe Adams geschnitten wurde, der wird seine Widersprüche mit diesem Buch haben und dem sind nur schwer Brücken zu bauen."
Wenn man dann allerdings weiß, dass in über 50 % der amerikanischen Grundschulen genau dieses, nämlich die Erschaffung der Welt in 6 Tagen, wieder in den Unterrichtsstoff aufgenommen wurde und die Evolutionstheorie nach Darwin dafür weichen musste, der sollte sich Fragen nach dem Warum stellen. Ähnlich diesem beschreibt Michael Schmidt - Salomon in seinem Bestseller: "Manifest des Evolutionären Humanismus" den Sachverhalt wie folgt: "Ohnehin ist es schwierig, jemanden mittels Argumenten von der Unhaltbarkeit einer Annahme zu überzeugen, zu der er nicht durch Argumente gefunden hat."
In diesem Sinne wird uns nichts anderes übrig bleiben, als bei der Rekonstruktion des menschlichen Werdeganges ganz tief in die Kiste der Erdgeschichte hineinzulangen, um dann langsam den Spuren Darwins und seiner Evolutionslehre folgend zu dem Menschen  zu gelangen, der die heutige Welt belebt.

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3.1 Die Entwicklung des Gehirns

Neben dem aufrechten Gang, dem freien Gebrauch der Hände als Werkzeuge und der Mimik des Gesichts, ist die Sprache die wichtigste Errungenschaft der Evolution in ihrer Entwicklung auf die menschliche Natur zu. Allen gemeinsam ist die hirnanatomische Organisation der Nervenzellen in Modulen der Großhirnrinde, wobei die Verbindungen zu Unterzentren mit funktionell verwandten Aufgaben von eminenter Bedeutung sind. Eine Prognose der biologischen Zukunft des Gehirns und seiner möglichen Weiterentwicklung konfrontiert uns mit den langen Zeiträumen in denen sich die biologische Evolution abspielt. Unser Gehirn ist ständig in Bewegung: Es kann mit seinen 100 Milliarden Nervenzellen und bis zu 100 Billionen Synapsen ständig neues Wissen aufnehmen. Bei jedem neuen Inhalt, der gelernt wird, verändert sich die Struktur des Gehirns und eine Vielzahl von Synapsen werden verknüpft. Die Fähigkeit Synapsen zu verbinden ist bis ins hohe Alter möglich. Wir sollten uns eine Selbstverpflichtung auferlegen, durch eine gesunde Lebensweise und ständige Herausforderung, unser wichtigstes Organ zu hüten und zu pflegen. Denn wir wollen ganz bestimmt nicht, dass unser Gehirn  beginnt uns zu täuschen. Das das ganz gewollt möglich ist, werden wir in kurzen Filmausschnitten und an beeindruckenden und verblüffenden Bildern erkennen.

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3.2.1  Die Angst

Beim Betrachten von Gefühlen betreten wir den immateriellen Bereich, den Bereich der Seele, oder modern - wissenschaftlich ausgedrückt, den Bereich des Bewusstseins. Schon der Begriff Gefühl kann durchaus, vom Verständnis her, durch andere Worte ersetzt werden. Er kann aber ohne weiteres dadurch sowohl einen anderen Sinn, als ebenso eine Nuancierung erfahren. Stehen doch für Gefühl auch Worte wie Emotion, Affekt oder Stimmung. Wir sprechen im Einzelnen von vier Grundgefühlen der menschlichen Seele bzw. unseres Bewusstseins: Angst, Wut, Trauer und Freude. Wie dramatisch Gefühle in unser Leben eingreifen, oder besser gesagt, wieweit sie auch auf unsere körperlichen Befindlichkeiten Einfluss nehmen, soll an folgendem Beispiel, welches Prof. Hans Goller von der Universität Innsbruck in seiner Vorlesung: Anthropologie: Psychologische Grundlegung, im WS 2002/2003 an der Hochschule für Philosophie München, vortrug. "Stellen Sie sich vor, Sie fahren im Winter, bei Nacht und heftigem Schneetreiben, in Ihrem Wagen auf einer Landstraße. Vor Ihnen fährt ein schwerer Laster mit Anhänger. Seit einer halben Stunde lauern Sie ungeduldig auf eine Möglichkeit zum Überholen. Endlich taucht eine längere, gerade Strecke auf, und es ist kein Gegenverkehr in Sicht. Sie schwenken den Wagen auf die linke Fahrbahn, treten kräftig auf das Gaspedal und befinden sich sofort neben dem Anhänger. Dieser schleudert Ihnen Fontänen von Schneematsch entgegen. Gespannt starren Sie nach vorne, doch die Windschutzscheibe ist bedeckt mit braunem Schnee. Ihr Herz pocht plötzlich bis zum Hals, Sie atmen heftig, Ihre Hände, die das Lenkrad umklammern, werden feucht, kalter Schweiß steht Ihnen auf der Stirn. Ein flaues Gefühl überkommt Sie in der Magengegend, und Ihr Mund füllt sich mit einem bitteren Geschmack. Automatisch nehmen Sie den Fuß vom Gaspedal, treten scharf auf die Bremse, lassen den Laster weiterfahren und lenken Ihren Wagen vorsichtig wieder auf die rechte Fahrbahn zurück."
Diese Schilderung zeigt, dass eine Angstreaktion mehr ist als ein bloßes Gefühl. Sie ist ein kompliziertes Zusammenspiel seelischer und körperlicher Vorgänge, an dem sehr viele Komponenten beteiligt sind.
Desweiteren sprechen wir über Angst und Angststörungen, die seelische aber auch körperliche Ursachen haben können. Über Depressionen und Zwänge kommen wir dann schließlich auf Hinweise zu Therapien und Selbsthilfe, um dann letztendlich auch darüber nachzudenken, dass wir das Leben selbst nicht ernster nehmen sollten, als es sein muss.  Auch das ist eine Möglichkeit Angst erst gar nicht aufkommen zu lassen.

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3.2.2 Die Wut

Von den vier Grundgefühlen der menschlichen Seele ist die Wut eindeutig das Gefühl, welches uns den größten Schaden zufügen kann. Wut ist eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion, ausgelöst durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung, z.B. eine Kränkung. Wut ist heftiger als Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn. Wie bei der Angst ist der biologische Sinn der Wut leicht zu verstehen. Das Gefühl setzt den Körper über die Stressreaktion in Kampfbereitschaft und hilft ihm, seine Interessen gegenüber Artgenossen durchzusetzen. So gesehen ist die Wut die andere Seite der Medaille, auf der auch die Angst sitzt. Beide Gefühle mobilisieren die Reserven des Körpers - das eine für die Flucht, das andere für den Kampf. Das folgende Bild zeigt eine mögliche Deutung der Philosophieentwicklung, in der z.B. der Zorn einen Gegenpart gefunden hat, integriert in einem anderen, erweiterten Erkenntnisumfeld.

Die unterschiedlichen Reaktionen von Männern oder Frauen, durch Ausschüttung verschiedenartiger Botenstoffe, bei dieser Gefühlsregung, wird klar gemacht. Durch ebenfalls unterschiedliche Reaktionen individueller Personen kommen wir auf die Ursachen von Wut und Ärger zu sprechen. Zum Schluss werden wir etwas über den richtigen Umgang mit Wut und Ärger hören und auch einige Szenen aus der Geschichte betrachten. Nachdenkenswert ist ein Satz Papst Gregors des Großen aus dem 6. Jahrhundert, der durch den Kabarettisten Georg Schramm wunderbar interpretiert wird und wie folgt lautet:

"Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen,
wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht."

So lautet also das Fazit zum Umgang mit Wut oder Zorn: Entweder machen wir uns Wut oder Zorn dienstbar, oder wir betrachten beide mit Humor.

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3.2.3  Die Trauer

Der Begriff Trauer bezeichnet zweierlei:

  • Erstens einen emotionalen Zustand - ein Gefühl der Niedergeschlagenheit, eines Mangels an Lebensfreude ( kurzfristig oder länger andauernd ), oder eines seelischen Rückzugs, einer starken Kränkung usw.
  • Zweitens einen Prozess bei der Bewältigung von Krankheit, des Sterbens und insbesondere nach dem Tod eines geliebten Menschen, aber auch bei einem sonstigen schweren Verlust.

Da der erste Teil der Definition zu den Ursachen der Trauer zu sehr in den medizinischen Bereich, sowohl den physischen als auch den psychischen Teil hineinreicht, kann sie in diesem Vortrag nicht weiter verfolgt werden. Wir wenden uns deshalb hauptsächlich dem übergeordneten Thema, nämlich der Entwicklung des Menschen im Ganzen zu, und behandeln den Teil des menschlichen Lebens, wohl neben der Geburt dem zweiten, elementaren Teil - nämlich dem Tod. Dem Tod und dem z.T. völlig verschiedenen Herangehensweisen an dieses Phänomen der unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Dem Pfad der Evolutionsbiologie folgend, sehen wir die Entwicklung der Gefühlsvielfalt, Reptilien ( keine Brutpflege ), über Saurier und Vögel ( kurze Begleitphase nach der Schlüpfung ), bis hin zu den Säugetieren ( Tragzeit innerhalb des Körpers und relativ lange Begleitphase nach der Geburt ). Aus eben dieser längeren und intensiveren Begleitphase heraus lässt sich eben am ehesten nachvollziehen, dass bei einem Tod der Nachzucht, oder eben der Kinder, auch ein Gefühl, wie eben das der Trauer, sich entwickeln konnte, war doch die Mühe bis zu diesem Punkt erheblich größer, je fortgeschrittener man die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten betrachtet. Wie verschieden sich dann auch die Trauerbewältigung in den Kulturen und Religionen weiter entwickelt hat, sehen wir dann am Beispiel der unterschiedlichen Trauer - und Bestattungsriten auf unserem Globus. Nachdenklich, über unsere Art der Trauerbewältigung, könnte das Gedicht von: "Unbekannt" - stimmen:

Wir treten aus dem Schatten bald in ein helles Licht.

Wir treten durch den Vorhang vor Gottes Angesicht.

Wir legen ab die Bürde, das müde Erdenkleid;

sind fertig mit den Sorgen und mit dem letzten Leid.

Wir treten aus dem Dunkel nun in ein helles Licht.

Warum wir´s sterben nennen?  Ich weiß es nicht.

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3.2.4  Die Freude

Betrachten wir die ersten drei der vier Grundgefühle der menschlichen Psyche, Angst, Wut und Trauer, so könnte man den Eindruck gewinnen, dass uns das vierte, die Freude, für das Ertragen der ersten Drei entschädigen möchte. Freude ist eine spontane, innere, emotionale Reaktion auf eine angenehme Situation, eine Person oder eine Erinnerung. Sie kann sehr verschiedene Formen und Stärken von angenehmen Gefühlen annehmen. Sie kann sich nach außen auf der ganzen Skala zwischen einem Lächeln und einem Freudenschrei äußern. Solche Emotionen sind als psychische Reaktionen zunächst spontan und für sich selbst gesehen weder gut noch schlecht. Eine wertende Komponente kommt ihnen erst zu, wenn sie in negativem oder positivem Verhältnis zur geltenden Moral stehen. Beispiel: Schadenfreude bzw. Siegesfreude. Man betrachtet die Freude auch als Gegenspieler der Trauer und sie ist im entwicklungsgeschichtlichen Belohnungssystem des Gehirns tief verwurzelt.

Das Glück stellt wohl die höchste Form der Freude dar. Soll als Basis für das Glück nur eine einzige Bedingung genannt werden, so ist diese sicherlich quer durch Zeit und Raum: Die körperliche Gesundheit. Danach, auf den Plätzen, landen so tragende Bedeutungen wie: Familie, Freunde, Beruf, Liebe, Natur und Geld. Um aber, abgesehen von wenigen absoluten Glücksmomenten die ein Mensch in seinem Leben erwarten darf, zu einer relativ dauerhaften Grundzufriedenheit zu gelangen, muss man sicherlich nicht nur passive, angenehme Momente aufnehmen, sonder diese, zumindest teilweise, umsetzen in aktiver Betätigung. Ähnlich wie Schopenhauer es sah, der von einem zufriedenen Menschen, der sich auf Reisen befindet, sagt: Dieser Mensch genießt nicht Paris, er genießt sich selbst in Paris. So ungefähr sieht es, in diesem Kontext, auch Prof. Michael Bordt von der Hochschule für Philosophie in München, der in seinem Büchlein: "Was in Krisen zählt", vorschlägt: Niemals ein glückliches Leben anzustreben, sonder ein geglücktes. Ein glückliches Leben kann doch nur einige wenige Glücksmomente umfassen, denn gemeint ist doch eher ein zufriedenes Leben. Denn ein geglücktes Leben setzt Denken und Planen von Handlungen voraus, die auf längere Sicht angelegt sind und niemals das Glück selbst im Visier haben können, sondern klar umrissene Lebensziele. Wenn bei Gelingen sich Glück einstellt, ist das Glück ein willkommenes "Abfallprodukt."

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3.2.5  Zusammenfassung der Gefühle

Emotionen werden oft als "Gefühlsduseleien" abgetan, die dem Menschen in seine vernunftmäßigen Entscheidungen hineinfunken. Das jedoch wird der Sache nicht gerecht. Grundemotionen wie Angst und Wut dienen dazu, sich vor Gefahren zu schützen oder gegen andere durchzusetzen und im Notfall schneller reagieren zu können, als der Verstand es vermag. Der Ekel bewahrt vor verdorbenem oder vergiftetem Essen. Trauer stärkt Bindungen zwischen Menschen und stabilisiert soziales Verhalten. Positive Emotionen schließlich belohnen das Gehirn für Erreichtes, machen fit für die Zukunft und verbessern zudem die sozialen Beziehungen. Die zunehmende Ökonomisierung unserer Welt, speziell in den letzten Jahrzehnten, hat auch vor unserer Gefühlswelt nicht halt gemacht. Und so wird auch hier, durch ausgeklügelte Verfahren, versucht Einfluss zu nehmen. Wir alle kennen zur Genüge die durch die OECD in´s Leben gerufene PISA - Studie. Ein auf weltweiter Ebene ausgerichtetes, auf Aussortierung gerichtetes Bildungsziel. Gemessen wird ein IQ - ein Intelligenzquotient, nach teilweise undurchschaubaren, aber auch schwer kritisierten Kriterien. Dieser IQ, und so kommen wir wieder auf unsere Ebene der Gefühle, wird seit einigen Jahren immer mehr von einem sogenannten EQ - Faktor                       ( Emotionale Intelligenz ) vertrieben. Wie man sich selbst wahrnimmt und richtig einschätzt, wie man mit den eigenen inneren Impulsen und Ressourcen umgeht, wie man sich selbst und andere motiviert, wie gut man die Gefühle, Bedürfnisse und Sorgen anderer sowie Machtbeziehungen unter Menschen einschätzen kann und wie stark die Fähigkeiten zur Zusammenarbeit ausgeprägt sind, wie gut man Menschen führen und Konflikte bewältigen kann - all das geht ein in den EQ. Aber auch diese "Gefühlsmessungen" stehen immer mehr in der Kritik. Stellt sich die Frage: Warum, um alles in der Welt, müssen jetzt auch noch unsere Gefühle auf den Prüfstand und bewertet werden, wenn lediglich - erkanntermaßen - eine ökonomische Verwertung das eigentliche Ziel ist? Kaum jemand ist heute in der Lage, was die Weltsituation betrifft, objektiv urteilen zu können. Was also bleibt ? Hinterfragen wir doch wichtige Aussagen wichtiger Personen nach dem Qui bono - Prinzip: Wem nützt es ? Und dann urteilen und handeln wir doch schlicht und einfach intuitiv. Wir machen garantiert weniger Fehler als durch Handlungen, begründet in sehr oft fragwürdigen, wissenschaftlichen Studien. Irgendwann werden wir dann auch wieder die Intuition in unsere Rechtssprechung integrieren können, in der sie doch schon, so oder so, einen gewissen Platz eingenommen hat - zumindest in der Bemessung der Höhe eines Strafmaßes. Wir haben doch noch so viel Zeit auf unserem Globus. 

Ich fühle das - rein intuitiv.     

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3.2.6 Liebe - das besondere Gefühl

Zunächst einmal wird, so völlig unromantisch, die wahrscheinliche Entstehungsgeschichte des Gefühls der Liebe in der gesamten Natur dargestellt. Über die Pflanzen, deren Samenverteilung noch extern erfolgt, über die Fische, die Reptilien und die Vögel, gelangen wir dann zu den Säugetieren, an deren Endstelle dann schließlich die Primaten und der Mensch steht. In dieser gesamten Entwicklungsphase stellen wir einen rasanten Anstieg der Brutpflegezeit und der aufzubringenden Zeit bis zur Entlassung in die Selbständigkeit fest, verbunden mit einem Systemwechsel, ab den Säugetieren, bei denen zum ersten mal die Heranreifung des Nachwuchses nicht außerhalb, sondern innerhalb des Körpers der Mutter stattfand. Das prägt und macht den Verlust unerträglich.         Viele mögen sich wundern, dass das Gefühl der Liebe nicht bei den vier Grundgefühlen Angst, Wut Freude und Trauer, zumindest nach Daniel Goleman, aufgelistet wird. Das mag zum Einen daran liegen, dass dieses Gefühl äußerst facettenreich auszulegen ist, zum Anderen, dass es, entsprechend der Maslow´schen Bedürfnishierarchie, bei den existentiellen Grundbedürfnissen angesiedelt ist. Aus der beigefügten Übersicht ( siehe download oben ) sehen wir andeutungsweise die vielen Varianten der Definitionsmöglichkeiten von Liebe, ohne auf die noch weiter verzweigten Aspekte einzugehen.

Auf den Menschen bezogen, und das ist ja unser Thema, weiß trotz aller Wissenschaft niemand genau, weshalb sich bestimmte Partner so anziehend finden, dass sie auf Dauer zusammenbleiben. Das Phänomen der Liebe ist auch deshalb schwer zu erforschen, weil ein jeder etwas anderes darunter versteht. Ist es ein Gefühl, ist es Sex, Bindung, Freundschaft oder Partnerschaft ? Auch die Gesellschaft, in der ein Mensch lebt, prägt das Bild von der Liebe stark mit. Die meisten von uns haben von der Liebe eine sehr verklärte und romantische Vorstellung. Kein Wunder. Denn in den Texten der Liedermacher und Schriftsteller, in Filmen und Romanen wird die Liebe verklärt und als das höchste der Gefühle dargestellt. Da ist die Rede von Glück, Schmetterlingen im Bauch, inniger Zuneigung und jeder Menge Romantik. Selbstverständlich kann man darüber diskutieren, anhand von aktuellen Scheidungsraten von ca. 50 %, ob das mit der Liebe denn nun wirklich so dramatisch ist. Doch sehen wir es doch positiv. Immerhin halten ja auch 50 % der Ehen. Das sich hier das anfängliche starke Liebesgefühl, in den allermeisten Fällen, gewandelt hat in ein, doch wohl auch positives Gefühl der Zuneigung und der Zusammengehörigkeit, ist doch auch sehr schön. Fast alle schimpfen über den ICE, der sich verspätet hat, keiner aber spricht über die pünktlichen.                                   Wir müssen klar erkennen: Fast niemand ist zur bedingungslosen Liebe fähig, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Wir Normalsterblichen erwarten immer etwas, stellen Bedingungen an unsere Zuneigung zum Anderen. Und werden diese Bedingungen nicht erfüllt, werden die Erwartungen enttäuscht, dann denken wir über eine Trennung nach. Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen. Das ist o.k. und wenn wir uns dessen bewusst sind, dann kann eine Partnerschaft funktionieren. Für das Gelingen einer Partnerschaft ist es entscheidend, dass wir und unser Partner uns einig sind in unseren Erwartungen und Vorstellungen. Dann kann sich diese Partnerschaft, bis ins hohe Alter, sehr schön gestalten. Im weiteren Verlauf kommen wir dann auch auf Varianten in der Liebe, z.B. zur Musik, zur Malerei, zur Literatur und zur Philosophie zu sprechen. In unserem Kontext habe ich diese Erfahrungen einmal etwas mehr auf die Wirkung zwischen sich zugeneigten oder liebenden Menschen bezogen. Und im Vergleich möchte ich, anhand von vorgestellten, romantischen Musikstücken, den Unterschied nachfragen, den ein besonders schönes Gemälde oder - als Gegenpart -  ein romantisches Musikstück, auf unsere Gefühlswelt hinterlässt.

 

Gönnen Sie sich doch einmal einen kurzen, romantischen Moment in der Hektik des Alltags, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie für ein paar Minuten - je nach Typ -  einige romantische Musikstücke.

Warum sollte das vorbei sein?

Die nachfolgenden Musikstücke habe ich für Sie über YOU TUBE entnommen, also zugänglich für jeden Nutzer.

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3.3.1/2  Vererbung und Umwelt

Wenn wir unsere Gefühle betrachten, so sollten wir uns auch damit näher beschäftigen, was wir mit ihnen eigentlich so alles erleben, im wahrsten Sinne des Wortes, und wie sie unser Verhalten prägen. Und so kommen wir schon direkt auf zwei Hauptgebiete der modernen Psychologie zu sprechen: Das Erleben und das Verhalten. Prof. Dr. Hans Goller, zuständig für psychologische und philosophische Anthropologie an der Universität Innsbruck, schreibt dazu in seinem Buch: "Psychologie - Emotion, Motivation, Verhalten":                                                                                              Das Erleben: "Zum Erleben, zu den unmittelbaren subjektiven Erfahrungen, zählen Sinnesempfindungen, wie Farben, Töne und Gerüche; Körperempfindungen, wie Schmerz, Lust, Druck, Wärme und Kälte; Wünsche, Bedürfnisse, Triebe und Willensentschlüsse; Emotionen, wie Freude, Ärger, Wut, Überraschung, Scham und Ekel; Stimmungen, wie Heiterkeit, Ängstlichkeit und Melancholie. Die Besonderheit der Zustände des Erlebens besteht darin, dass sie nicht einfach vorhanden sind, sondern das es sich auf eine ganz bestimmte Weise anfühlt, in Ihnen zu sein. Sie bestimmen für uns, wie es ist, ein Mensch zu sein."                                                           Das Verhalten: Laut Goller: "Verhalten ist ein Sammelbegriff für alle objektiv beobachtbaren und registrierbaren Lebensvorgänge, Reaktionen und Aktivitäten eines Organismus, eines Individuums oder einer Gruppe."                                                                               Drei wichtige Systeme sind beim Verhalten beteiligt:

    1.  Körperlich - emotionales System, das sind komplexe Prozesse

         in unserem Körper,

     2.  Kognitives System, das Denken: Vergleich der Vergangenheit

          - Zukunft, als  Bewertung für Handlungen,

     3.  Motorisches System, Bewegen, Reagieren, Sprechen  etc         Was aber ist das Prägende, was unser Verhalten bestimmt ?           Es können eigentlich nur zwei Faktoren sein die es beeinflussen.

       1.  Unsere Gene - also unser Erbe und

       2.  unsere Umwelt mit ihrer Einflussnahme auf uns.

Soweit die wissenschaftlichen Rahmenbedingungen.               Inwieweit unser Erbe, also unsere Gene, in unser tägliches Leben eingreifen, können wir z.B. an Gerichtsurteilen erkennen, die dann, in Extremfällen, zwischen Todesurteil und Freispruch lauten können. Unser körperliches Erbe werden wir dann an so einem interessanten Beispiel wie der Vererbung der Augenfarbe durchspielen.                                                                                              Wer allerdings nicht ganz dem evolutionärem Kampf der Gene aus der Vergangenheit und dem Diktat der Sieger in der Gegenwart traut, und auch einen Teil seiner Handlungen auf den Sog der Zukunft bezieht - und nicht immer auf den Druck der Vergangenheit -, der hat ein gewaltiges Feld der Eigenbestimmtheit vor sich. Fast völlig unvorbelastet durch Dogmen, Heilige Schriften oder politischen Alternativlosigkeiten. Wir brauchen kein Abitur oder abgeschlossene Studiengänge um hier auf Erden, und nicht nur für das Jenseits, fruchtbare Gedankengänge entwickeln zu können. Wir benötigen lediglich eine umfassende, relativ objektive Allgemeinbildung, die uns die heutige Welt in ihren Grenzen, ihren Berührungspunkten und in ihren Gegensätzen verständlich erscheinen lässt.    Dann können wir auch den kleinen Franz besser verstehen, der sich bzgl. seines Verhaltens bei seinem Freund über seine Eltern beklagt: "Es ist komisch, tobe ich, kriege ich eine gescheuert, sitze ich still in der Ecke, messen sie Fieber."

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3.3.3  Intuition

Sollte ich alle meine Einzelvorträge gewichten, d.h. sie nach einer persönlich eingeschätzten Wichtigkeit ordnen, so halte ich diesen für den mit Abstand wichtigsten. Warum sehe ich das so ? Sinn eines jeden Vortrages ist zum Einen die Unterhaltung und zum Anderen die Information. Je nach Lebenszyklus und Einstellung mit unterschiedlicher Rangfolge. Sollte ich als wesentlicheren Hintergrund die Information wählen, so sollte diese dann auch irgendeinen Sinn ergeben. Nämlich, aus dem Informationsgewinn Handlungen abzuleiten, die begründbar sind. Denn was ist das Wesentliche im Leben eines Menschen ? Seine Taten und Handlungen als Endprodukt der Sequenz: Fühlen - Denken - Handeln. So, und jetzt stehen wir fast immer vor einem Dilemma, nämlich unsere Handlungen, speziell wenn sie sich als falsch erweisen sollten, zu rechtfertigen.  Ich kann mich nun berufen:

  •    auf vorliegende, wissenschaftlich untermauerte Unterlagen,   oder
  •    auf meine Intuition oder eben auf mein Bauchgefühl

Mit der letzten Begründung habe ich, vor allem bei einer falschen Entscheidung, in unserer modernen, verwissenschaftlichten und auf Ökonomisierung getrimmten Welt, schlechte Karten. Es scheint nicht mehr zu gelten, was Albert Einstein mit: "Intuition als heiligem Geschenk" ansah, oder die "Intuition als Quelle der Phantasie" zu betrachten, oder vielleicht versuchen zu ergründen, was Louis Pasteur zu der Aussage führte: "Der Zufall trifft nur einen vorbereiteten Geist."                                                                                 Es ist also, wenn wir in unserem Zusammenhang von Intuition reden, nicht die Ebene gemeint, ob ich bei wolkenverhangenem Himmel einen Regenschirm mitnehme oder nicht, sondern schon die letzte und höchste Ebene, auf der sich Fragen stellen und Entscheidungen folgen nach z.B. einer Partnerwahl, der Wahl einer Berufsrichtung, einer Wahlentscheidung, einer wesentlichen Personeneinschätzung oder dem Glauben oder eben Nichtglauben der mir täglich vorgesetzten Medienbeiträge.                                Einige Begriffsbestimmungen sind es sicherlich wert, sie aufzuführen, wie z.B.: "Intuition ist eine Begabung, auf Anhieb eine gute Entscheidung fällen zu können, ohne die zugrunde liegenden Zusammenhänge explizit zu verstehen, spontan oft auch, wenn bestimmte Gründe vorliegen, die eine andere Entscheidung nahelegen." Oder: "Intuition ist indirekt der gesunde Menschenverstand. Sie hat einen engen Zusammenhang mit der > inneren < Logik der Umstände und dem Vergleich mit früheren Erfahrungen." Intuition ist also etwas in der Menschheit herangereiftes, hunderttausende von Jahren altes, gewachsenes, geistiges Besitztum. Bezogen auf den Einzelnen eben seine Lebensspanne und damit seine Lebenserfahrung, die ihm ohne Worte mitteilt, das nun dieses und nicht jenes zu tun ist. Deswegen hat die Menschheit bis heute Bestand, und nicht etwa durch blinde Befolgung finanzpolitischer Richtungen, welche ja gerade erst einmal einige Jahrzehnte, in der aktuellen Brisanz, befolgt werden.   Darüber sollten und müssen wir nachdenken.
Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass unsere Intuition, unser Unterbewusstsein, mit modernsten, wissenschaftlichen Methoden, durchaus manipulierbar ist, was wir anhand einiger Beisiele auch erkennen werden. Intuition sollte immer dann als letzter Ratgeber herangezogen werden, wenn wesentliche Entscheidungen zwischen den Fronten ökonomisierter Resultate und humanitärer Folgen zu fällen sind.

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4.1  Künstliche Intelligenz

Wenn wir uns die Entwicklungsepochen der Menschheit vor Augen halten, so können wir den bisher vier qualitativ erfassten Zeitaltern ein weiteres ( wenigstens eines ) hinzufügen.

  1.    Sammler und Jäger
  2.    Agrarrevolution
  3.    Urbane Revolution
  4.    Industrielle Revolution
  5.    Informationszeitalter

Da aber die wesentlichen Neuerungen noch in voller Entwicklung sind, bleiben wir erst einmal bei dem Begriff des Informationszeitalters. Gebiete wie Robotertechnik, Gentechnik und Nanotechnik können zu späteren Epochen noch durchaus zu deren Namensgebung heranwachsen. Irgendwann einmal wird auch der Begriff des Informationszeitalters abgelöst durch einen anderen. Nicht etwa weil wir dann ausinformiert wären, sondern weil dieser andere, neue Begriff wesentlicher geworden sein wird. Wenn wir die Zeit der Computertechnik seit 1936 ( Konrad Zuse stellte den ersten Computer Z 1 vor ), bis zu den heutigen Großrechnern betrachten, so kann man durchaus von einer atemberaubenden Entwicklung sprechen. Untrennbar mit der Bezeichnung "Informationszeitalter"   ist selbstverständlich die Computertechnik sowie deren direkte Anwendung in der Robotertechnik verbunden. In der Computer - als auch in der Robotertechnik überschlagen sich in regelmäßigen, kurzen Zeitabständen die Rekordmeldungen, was Anwendbarkeit und Schnelligkeit angeht. Die Parallelen, die zwischen dem Leistungsvermögen eines modernen PC und den Leistungen des menschlichen Gehirns immer wieder gezogen werden, entbehren allerdings vergleichbarer Kriterien. Das menschliche Gehirn ist unendlich kompliziert. Wir haben 100 Milliarden Nervenzellen mit 100 Billionen Kontaktpunkten, die zudem noch nicht einmal spezifisch miteinander verknüpft sind. Also ist auch der Begriff, entsprechend unserer menschlichen Maßstäbe, von unendlich vielen Verknüpfungsmöglichkeiten durchaus angebracht.                  Der bekannte Neurophysiologe Prof. Wolf Singer sagt dazu sinngemäß: Wir würden einem riesigen Mißverständnis aufsitzen, wenn wir glauben, allein die Vermehrung von Rechengeschwindigkeiten würde zu einem qualitativen Umbruch führen. Die Analogie zwischen Computer und Gehirn sei bestenfalls eine oberflächliche. Beide Systeme könnten zwar logische Operationen ausführen, aber die Systemarchitekturen seien radikal verschieden. Ähnlich sieht es auch sein Kollege Prof. Gerhard Roth von der Universität Bremen.                                                                Ein ganz anderes Kapitel in diesem Kontext, ist die Nutzung der immensen Kapazitäten, die uns moderne Rechner zur Verfügung stellen. Wir alle kennen die in den letzten Jahren sich häufenden Skandale über die Abhörmaßnahmen der Geheimdienste und speziell der CIA oder der NSA. Sollte sich hier der demokratische Staat nicht in absehbarer Zeit gegen die internationalen Interessen der Großkonzerne und einiger weniger Machthaber stellen können, so müssen wir unserer Demokratie, wie wir sie kennen und schätzen, adieu sagen.

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4.2  Grenzen unserer Erkenntnis - Teil 1

In diesem ersten Teil, unter dem Titel: Grenzen unserer Erkenntnis, behandeln wir auch so ziemlich genau das, was der Titel zu versprechen scheint. Die Fortschritte im Begreifen der Funktion des Materiellen, des Lebens um uns herum, also der Erde im Besonderen und des Weltalls im Allgemeinen. Und schon jetzt stellt sich die Frage: Und was ist mit dem Metaphysischen, mit dem Übernatürlichen, mit dem Seelen - und Geistesleben des Menschen ? Wir müssen uns also zwei Gebieten zuwenden, dem Materiellen und dem Immateriellen - dem Physischen und dem Metaphysischen. Wenn man so will, zumindest als Sympathisant fernöstlicher Denkmodelle, dem Yin und Yang oder wie wir es nennen: Dualismus. Wir erfahren die Entwicklung der menschlichen Vorstellungen über die Erde als Scheibe, über die ptolemäische zur kopernikanischen, keplerschen bis hin zur galiläischen  Vorstellung von der Stellung der Erde in unserem Sonnensystem und im gesamten Universum.  Entlang eines Roten Fadens der Menschheitsentwicklung: Mythen - Religionen - Philosophie - Naturwissenschaften - Ökonomie, werden wir nachvollziehen können, wie immer neuere Erkenntnisse der Naturwissenschaften die Mythologie, und speziell die Religionen, immer weiter zurückdrängten, bis hin zu der Vorstellung, dass mit dem Wissen über eine alles zu erklärenden Weltformel auch sämtliche Gottesvorstellungen at acta gelegt werden können. Dem ist jedoch ganz und gar nicht so. Abgesehen davon, dass wir keine Erklärung haben können, was vor dem Urknall war, wenn es ihn denn jemals gegeben haben sollte. Spätestens hier eröffnet sich ein neues Fragefeld nach dem Charakter von Schwarzen Löcher, nach Paralleluniversen, nach Dunkler Materie und Dunkler Energie und nach Wurmlöchern im All. Und so taucht dann wieder zwangsläufig die alte und neue Frage nach einer Schöpfung des Universums nach Plan oder eben durch Zufall auf. Damit, logischerweise, auch wieder die Frage nach der Existenz eines Gottes, und wie er dann beschaffen oder gar aussehen könnte.                                                 Es ist doch irgendwie beruhigend zu wissen, dass unseren Nachkommen auf sehr, sehr lange Zeit ebenfalls die Fragen nicht ausgehen werden. Betrachten wir es doch einmal sportlich. Der Extrembergsteiger Reinhold Messner hat einmal auf die Frage, warum die Leute eigentlich Berge wie den Mount Everest bezwingen wollen, geantwortet, das täten sie eigentlich nur, um wiedergeboren zu werden. Alle Schichten seiner Persönlichkeit abzulegen, sie hinter sich zu lassen, sich auf einen Punkt höchster Schwierigkeit zu konzentrieren, ihn zu überwinden und danach neu zu leben, das sei der Sinn der Anstrengung. Doch dieses starke Gefühl hält nur begrenzt an, dann muss eine neue Herausforderung her.
Vielleicht ist auch der Urknall nichts anderes als der Durchlauf der Nullphase von einer Gegensätzlichkeit in die andere. Es ist ja auch bei uns Menschen nichts so gravierend, wie die Umstellung der eigenen Meinung.
Welch wunderbare Vorstellungen - aber wo kommen die her?

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4.2 Grenzen unserer Erkenntnis - Teil 1 [...]
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4.2  Grenzen unserer Erkenntnis - Teil 2

Den zweiten Teil des Vortrags: Grenzen unserer Erkenntnis, beginne ich mit dem Schlussatz des 1. Teiles: Es ist ja auch bei uns Menschen nichts so gravierend, wie die Umstellung der eigenen Meinung. Helfen, zur Umsetzung dieser lobenswerten Erkenntnis, würde vielleicht eine weitere Überzeugung: Wer sich nicht ändert, bleibt sich nicht treu. Das wir im Laufe unseres persönlichen Werdeganges niemals auf allen früher gewonnen Meinung beharren sollten, ist, so glaube ich, einsehbar, würde sie doch eine Lernunfähigkeit unterstellen. Vergleichen wir einmal unsere persönliche Entwicklung mit der der Menschheitsentwicklung, so treten neue Erkenntnisse ins Blickfeld, die ältere Anschauungen und Überzeugungen schlicht und einfach ersetzen oder gar als falsch entlarven. Das trifft ganz bestimmt und besonders auf unseren seelisch - geistigen Informationsstand zu, speziell wenn er sich in den Grenzbereich vom Physischen zum Metaphysischen begibt. Und da eben dieser Grenzbereich, sogar mit den uns heute zur Verfügung stehenden naturwissenschaftlichen und technischen Hilfsmitteln ( Magnetresonanzverfahren zur Aufspürung von Aktivitäten in unserem Gehirn ), nicht einmal annähernd verstanden werden kann, müssen wir die Frage nach der realen Beschaffenheit des Jenseits ganz hinten anstellen. Womit wir selbstverständlich wieder bei der Frage nach der Existenz eines Gottes angelangt sind - also wiederum die Frage: Glaube oder Wissen. Vielleicht ist die Vorstellung, dass sich Glaube und Wissen evtl. gegenseitig benötigen eine nachdenkenswerte Perspektive. Denn den Erkenntnissen der Naturwissenschaften eilte stetig ein Glauben voraus, eine Illusion, eine Intuition oder gar Phantasievorstellungen, Science - Fiction zu der entsprechenden Zeit. Immaterielle Basis also zur späteren Umsetzung im realen, zumindest materiellen Lebensbereich.                                                                                      Wie war das noch mit der Erklärung des Urknalls?

Aus diesem Grunde halte ich auch den Slogan "Wissen statt Glauben" für bedenklich. Er suggeriert nämlich auch, dass alles was man nicht beweisen kann demzufolge auch nicht stimmt. Meine Kopfschmerzen kann ich objektiv nicht beweisen - also habe ich keine? Gott kann ich nicht sehen - also gibt es ihn nicht?
Wenn aber Gott nun tatsächlich existieren sollte, dann wäre das Gewirr der neuronalen Leitungen und physiologischen Strukturen des Gehirns auch tatsächlich der einzige Ort, an dem er seine Existenz offenbaren könnte - wenn er denn wollte.
Niemand wird ernsthaft behaupten, es gebe keinen Schmerz, keine Freude, Trauer oder Angst, nur weil diese Gefühle nicht unabhängig von uns in der äußeren Welt existieren. Und einmal ganz ehrlich: Was wäre so schlimm, wenn Gott tatsächlich nur in unserem Kopf existieren würde? Würde uns das nicht sogar adeln? Steht nicht geschrieben: "Und er erschuf den Menschen nach seinem Ebenbild?" Wir wären noch nicht einmal Verräter! Warum also suchen wir Gott immer und immer wieder in Sphären des Universums, im Himmel oder in Urlaubsgebieten - einem Paradies z.B. ?
Lassen wir doch Gott bewusst eintreten in unser Gehirn, denn da ist er ja so oder so schon wohnhaft, ob wir nun wollen oder nicht. Man könnte ja durchaus das menschliche Gehirn, das wir kaum selbst verstehen, als eine Art geleastes Objekt betrachten, dessen transzendentes Dasein, nach Beendigung des Vertragsverhältnisses, seinem Eigentümer zurückgegeben wird, allerdings mit einem verzinsten Kapital, nämlich einem beträchtlichen Zugewinn an Wissen, das das Universum gesamt gesehen ja weiterbringen könnte.
Würden wir also Gott in unserem Kopf akzeptieren, der würde ganz schön aufräumen mit Machtgelüsten, Geld, FIFA, TTIP, NSA, Drohnen, Handgranaten und Deutschland sucht den Superstar.

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4.2 Grenzen unserer Erkenntnis - Teil 2 [...]
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4.3  Wo liegt unsere Zukunft ?

Wenn wir uns mit der Zukunft generell und der eigenen speziell beschäftigen wollen, so können wir wohl, mittelfristig gesehen, eine Spekulation über einen Zeitraum von maximal 50 Jahren als realistisch bezeichnen. Schätzungen wesentlich darunter sind Realisierungszeiträume von Vorstellungen, die im Kontext schon durchdacht, und in ihrer Durchsetzung lediglich von technischen Entwicklungen abhängig sind, die aber sehr bald als gelöst betrachtet werden  dürften. Schätzungen wesentlich darüber haben, und das ist die Natur des Menschen, kaum eine Chance als ernsthaft diskussionswürdig angesehen zu werden, liegen sie doch im Bereich von angeblicher Utopie und Science Fiction. Sollten wir uns aber mit Vermutungen oder Entwicklungen befassen, die mit großer Wahrscheinlichkeit schon bald, und damit ist der angesprochene Zeitraum der nächsten 50 Jahre gemeint, so sind sicherlich drei große Gebiete zu nennen, die auch schon in der Gegenwart eine tragende Rolle spielen. Es sind dies im Einzelnen:

  •    Die Gentechnologie
  •    Die Nanotechnologie
  •    Die Informationstechnologie

Die aber in ihrer Kombination untereinander noch eine weitaus brisantere Rolle spielen dürften und auch spielen werden, als sie jeweils einzeln zu spielen in der Lage wären.                                        Im Jahre 1961 hat der Amerikaner Nirenberg den gesamten menschlichen genetischen Code entschlüsselt, und 2001 war das komplette Erbgut entziffert. Wenn man aber glaubte, nun ein steuerbares Element für die Manipulation des menschlichen Lebens gefunden zu haben, so hatte man sich wohl schwer getäuscht. Denn es stellte sich heraus, dass die Variationsmöglichkeiten des Genoms bis ins Unendliche steigen. Außerdem stellte sich bei dem ersten geklonten Säugetier, dem Schaf Dolly, heraus - und das bestätigte sich auch bei späteren Klonversuchen - dass das Alter des Stammzellenmuttertieres plus dem Alter Dolly´s bei seinem Tod dem zu erwartendem Alter eines normales Schafes entsprach. Fazit: Durch Klonen kann also das Leben nicht neu bei Null beginnen. Welch ungeheuer tröstliche Vorstellung. Diese Erkenntnis stellt natürlich nicht die enorme Vielfalt von segensreichen Möglichkeiten in Frage, die durch therapeutisches Klonen, im Falle von Krankheitsbekämpfung, besonders bei genetisch bedingten Fällen, schon heute möglich sind und noch realisiert werden. Kritisch werden natürlich genetische Eingriffe bei der sogenannten Designerauswahl der erwünschten Kinder, was Größe, Gewicht, Haarfarbe, Temperament, Intelligenz etc. betrifft.                               Ein weites Feld für zukünftige Ethikkommissionen.                         Was die Nanotechnologie in Zukunft für uns bereithält, ist z.T. schon heute wirksam. Autos, Häuser und Wäsche, die nicht mehr gewaschen werden müssen da sie keinen Schmutz mehr aufnehmen, sind bereits Realität. Computer und Roboter im Nanobereich sind denkbar, werden aber wahrscheinlich nur über biologisch bedingte Reproduzierbarkeit geschaffen werden können. D.h., die gezielte Behandlung menschlicher Zellen vor Ort wäre denkbar, wie etwa die Beseitigung beschädigter Zellen in der Krebsbehandlung. Unendliche Möglichkeiten eröffnen sich den Forschern. Bei der dritten erwähnten Zukunftstechnologie, der Informationstechnologie, haben wir vielleicht schon das Maximum des Möglichen, was die Geschwindigkeit betrifft, erreicht. Zukunftsträchtig sind hier die Anwendungsgebiete, die uns allerdings schon heute erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Siehe Spionageaffären, Abhörskandale, BND, CIA und NSA. Hier liegt die Gefahr für die Menschheit nicht bei den technischen Möglichkeiten, sondern in den Bereichen der Anwendung.
Und so sprechen wichtige Menschen, wen wundert´s, schon wieder einmal in göttlichen Dimensionen: Von der "Dreifaltigkeit" der Gen -, Nano - und Informationstechnologie.  

Wen wundert´s, spricht nicht der Molekularbiologe Lee Silver von der renommierten Princeton University in seinem Buch "Das geklonte Paradies", von genetischer Optimierung für reiche Menschen, zum Nachteil der ärmeren Bevölkerung? Auch spricht er, im Rahmen dieser Dreifaltigkeitstheorie, von Genpaketen, die es den Menschen ermöglichen in den Tiefen der Meere zu überleben oder an den Eispolen auf dem Mars; die Möglichkeit des Hörens von Ultraschall oder des Sehens von UV - Licht. Aber all diese Vorstellungen müssen ja nicht, wenn sie denn verwirklicht würden, auch negativ angewandt werden. Es liegt bei uns bzw. unseren Nachkommen. Sicher ist, diese Möglichkeiten werden kommen, auch wenn viele Menschen das heute noch bezweifeln. Vor nicht gerade einmal 200 Jahren hätte man noch Folterwerkzeuge der Inquisition entstaubt, hätte jemand behauptet, das in 200 Jahren 500 Menschen in einem Gerät über der Erde fliegen würden, oder man auf einer Glasscheibe, live, Menschen auf einem anderen Kontinent beobachten könnte.

Sie glauben ja auch nicht, das die NSA weiß, was Sie gerade gelesen haben.

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4.3 Wo liegt unsere Zukunft - homepage.p[...]
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5.  Resümee

Was ist eigentlich ein Resümee? Was ist ein gutes Resümee? Was erwarten wir dann von einem guten Resümee? Es gibt drei Regionen, die behandelt werden müssen.

  • Die Zusammenfassung der Entwicklung des Komplexes der    soeben behandelt wurde
  • Der aktuelle Stand in Erwähnung aller wesentlichen                           Bestandteile
  • Eine Zukunftsanalyse mit realistischen Vorschlägen zur Beseitigung objektiv eingeschätzter Fehlentwicklungen

Ohne Visionen wäre die dritte o.e. Region nicht behandelbar, das habe ich an der Entwicklung der Naturwissenschaften ziemlich plausibel dargestellt. Visionen werden aber vom größten Teil der Gesellschaft nur sehr ungern debattiert, weil sie in ihrer Konsequenz mit notwendigen Änderungen verbunden sind. Und wenn der aktuelle Zustand erträglich erscheint oder gar mit zufriedenstellend bezeichnet wird, dann bleibt man lieber liegen. Um das altbekannte Beispiel zu bemühen: "Bisher ist doch nichts passiert", sagte beim Passieren des 8. Stockwerkes der vom Hochhaus Gefallene.

Die o.e. Regionen werde ich so aber, in diesem Resümee, nicht strikt getrennt voneinander abarbeiten können, da sie auch in den gesamt angebotenen Vorträgen miteinander verwoben sind und eine chronologisch geordnete Version mir nicht als erhellender erscheint, außer der Platzierung möglicher Veränderungen durch neue Sichtweisen an´s tatsächliche Ende.    
Schauen wir uns doch einmal zu Beginn, zum besseren Verständnis, die Entwicklung der Erde, des Lebens auf ihr und speziell des Menschen, in einem Zeitraffer an, bezogen auf einen 24 - Stunden - Tag und der Vorstellung, dass die Erde ein Alter von ungefähr 4,5 Milliarden Jahren hat.

Was erwarten wir eigentlich von uns? Was glauben wir eigentlich, welches Wissen wir uns in diesen - siehe obiges Schaubild - 2 Sekunden haben aneignen können, wenn wir davon ausgehen, dass die Erde so ungefähr 4,5 Milliarden Jahre alt ist? Verwechseln wir da so Einiges nicht ganz gewaltig? Sehr viele Wissenschaftler bezeichnen gerade die Wissenschaft in der sie mehr oder weniger zufällig groß geworden und tätig sind, als: "Die Leitwissenschaft."    ( Was ist wichtiger als das, mit dem ich mich beschäftige? Diese Überzeugung ist zwar richtig, aber niemals objektivierbar ). Der Anspruch ist immer der Gleiche, die Gründe wechseln. Ohne die Mathematik geht gar nichts, da sie die reinste aller Naturwissenschaften und Basis für alle anderen ist. Die Physik, und hier speziell die Quantenphysik, mit der wir durch das Finden der Weltformel die Welt erklären könnten. Die Chemie erhebt diesen Anspruch weil erst die Vielfalt der Reaktionen der chemischen Elemente das Leben ermöglicht. Die Biologen, weil sie glauben, durch die Entschlüsselung des Genoms des Menschen, dem Leben auf die Spur gekommen zu sein. Die Hirnforscher, weil sie glauben, die Funktion des Gehirns in groben Zügen erklärbar gemacht zu haben. Die Psychologen, weil sie davon überzeugt sind, das eigentliche Verhalten des Menschen vorausschaubar erkannt zu haben. Philosophen, weil erst durch Denken die Zusammenhänge der Welt erkannt werden können. Die Künstler, denen erst durch ihre jeweils eigene Kunst das Leben, im Unterschied zu Tieren, lebenswert erscheint. Die Ärzte, weil sie sowieso die Halbgötter in Weiß sind und die Theologen, weil sie angeblich wissen wer Gott ist, und wie man sich ihm gegenüber zu verhalten hat. Und letztendlich die Ökonomen, weil sie äußerst erfolgreich die Religionen, bzw. die längst überfälligen Gottesvorstellungen, abgelöst haben durch ein neues, göttliches Machtgefüge - der Finanzmacht. Und das, obwohl geschätzte 90 % von ihnen nicht wissen, was sie da tun. Mir ist durchaus bewusst, dass ich mir durch Aussagen, wie eben diese, eine Menge Gegner schaffe, sie halten sich aber durchaus in den prozentualen Anteilen und kommen aus den Richtungen, die mir so oder so schon als Reaktionen auf meine Vorträge, vertraut sind. Gut - doch nun zurück. Wir können noch nicht einmal zuverlässig für die nächsten drei Tage das Wetter voraussagen, obwohl es doch nur aus der richtigen Berechnung und Deutung einiger physikalischer Faktoren wie Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Temperatur ankommt.  
Und so hören und sehen wir Berichte, Dokumente, Aussagen und Statistiken aus unzählig verschiedenen Perspektiven und sollen uns nun gefälligst entscheiden. Das geht so nicht, bestimmt nicht mit den Auswahlkriterien, die man uns, selbstverständlich ebenfalls gefiltert, zur Verfügung stellt. Es ist also bisher sehr wenig, qualitativ und quantitativ, was uns an verlässlichen Informationen zur Verfügung steht, um objektiv urteilen und beurteilen zu können. Verschwindend wenig sogar, wenn wir davon ausgehen, dass allein die theoretischen Verbindungsmöglichkeiten und Reaktionsmöglichkeiten innerhalb unserer Zellen einen Wert erreichen, der bei einer unvorstellbaren Zahl von 20 hoch 300 liegt. Eine Zahl mit 300 Nullen. Das also in Verbindung mit anderen realistischen Variationsmöglichkeiten, selbst innerhalb der Biologie, ein theoretischer Variantenreichtum in unseren Gefühlen, Verhalten und Entscheidungen in einer Größenordnung vorliegt, die die Zahl der Atome des gesamten Universums bei weitem übersteigt. Unter all diesen Aspekten sollten wir doch anfangen, uns unsere eigenen Gedanken zu erlauben. Selbstverständlich nach dem Konzept, alle Informationsmöglichkeiten, so weit das geht, passiv zu nutzen, um dann aktiv die Intuition beurteilen und handeln zu lassen. Nutzen wir letztendlich nicht die Intuition, bleiben uns zwei Möglichkeiten:        1. Wir entscheiden fremdgesteuert oder 2. wir manövrieren uns in eine freiwillige Leichenstarre, und entscheiden eben gar nichts mehr. Tatsächliches Handeln jedoch ist von der möglichen und zugelassenen Erkenntnis her gar nicht so schwer, haben uns doch die fernöstlichen Religionen, die griechische Philosophie und unsere abendländische Aufklärung, und hier im Besonderen Kant, schon vor langen Zeiten die Benutzung unseres eigenen Verstandes vorgeschlagen, ohne Nutzung Dritter.
Also: Wird das Meer wärmer, weil der Mensch zuviel CO 2 produziert, oder stoßen die Weltmeere CO 2 ab, weil sie wärmer geworden sind? Das ist in der Beobachtung und Auswertung von seit Jahrmillionen stattfindenden Zyklen eindeutig beantwortbar. 

( Selbstverständlich sind CO 2 - Verschmutzungen drastisch einzudämmen, denn sie stammen ja aus Verbrennungsvorgängen zur Strom - Wärme - und KfZ - Nutzung, und sind nachweislich gesundheitsschädigend. Und genau das wäre tatsächlich die Begründung - eben die Schädigung der Gesundheit und die Schonung der Umwelt. Das aber sind "Grünen - Motive", die wissenschaftlich darstellbar wären, was unbedingt zu vermeiden ist und die "Grünen" möchte man auf keinen Fall unterstützen. So bietet das Klima ein derartig weites, schwammiges und realistischen oder objektiven Beweisführungen niemals zugängliches Feld, das nun zur Durchsetzung ganz anderer politischer Interessen, als Alibi, nutzbar gemacht wird ). ( Als Beispiel und Synonym sollte das Buch von Heribert Prantl genannt sein, dem ehemaligen Richter und Leiter der Abteilung Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, mit dem Titel: "Der Terrorist als Gesetzgeber", in dem er beschreibt, wie die aktuelle Weltpolitik, unter dem Deckmantel des internationalen Terrorismus, durch neue Gesetzgebungen die Freiheit und Selbstbestimmung der Völker immer weiter untergräbt und abschafft ).

Oder: Gibt es die IS - Terroristen und die Mittelmeerflüchtlinge weil der Islam von Grund auf böse ist, oder ist es die Reaktion entwurzelter Menschen?
Oder: Wird der untere Teil unserer Gesellschaft immer ärmer weil er nicht arbeiten möchte, oder weil es keine Arbeit gibt? Die Beantwortung dieser Frage ist, so oder so, sehr brisant.
Oder: Wird Deutschland von der NSA abgehört weil wir ein Volk von Terroristen sind oder dient es der Machtausweitung von Großkonzernen mit finanzpolitischen Hintergründen?
Oder, oder, oder - - - wir wurden doch aufgefordert selbst zu denken.
Wesentlich jedoch bei der Ergründung dieser Oder - Varianten ist die Erkenntnis aus der Anwendung des "cui bono - Prinzips". Wem nützt es? Erkennt man den Nutznießer, erkennt man Beweisführung und Hintergrund.
Und so möchte ich zum Ende drei große Persönlichkeiten der Weltgeschichte das Schlusswort sprechen lassen und dies, wie ich zu Beginn ankündigte, als Verbesserungsvorschläge oder auch Erkenntniszuwächse zu bewerten, um die Welt aus ihrer Fehlentwicklung in eine hoffentlich gewünschte neue Richtung zu schicken.

"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist."
 

                      Gebrüder Rothschild , London, 28. Juni 1863, an US - Geschäftspartner 

Wer große Probleme beurteilen will,
muss zwei bis drei Stufen überspringen.
Es muss ihm aber klar sein,
dass ihn jede einzelne Stufe deswegen bekämpfen wird.


                                                                Wahrscheinlich, sinngemäß, Friedrich Nitzsche

"Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht um zu sehen,
werdet Ihr sie brauchen um zu weinen."

                                                                             Jean Paul Sartre, Philosoph

Haben wir nicht die Möglichkeit, unser Verhalten an einer gewollt herbeigeführten Zukunft auszurichten - also Vergangenes, soweit das vernünftig möglich ist, in entsprechende Fächer der Geschichte zu lagern, und diese eben nicht mehr als Grundlage neuer Entscheidungen zu nutzen, sondern nach Grundsätzen handeln, die ausschließlich der Humanität Rechenschaft ablegen müssen? Können wir nicht, anstatt uns von hinten schieben - von vorne ziehen lassen? Ist nicht das Denken, vom Resultat her gesehen, intelligenter und zielführender?
In meiner gewachsenen Lebensanschauung habe ich jedenfalls versucht, dieses Prinzip anzuwenden. In 23 Jahren Südamerikaerfahrung vor Ort habe ich erkannt, was eine inhumane, nur auf Profit orientierte Wirtschaftsordnung oder Gesellschaftsordnung als Resultat an den Tag legt. Habe ich bisher dieser Richtung meine Zustimmung gegeben, muss ich mit den Folgen leben. Und in diesem Zielgebiet musste ich 5 Überfälle erdulden, mit lebensbedrohlichem Charakter für meine Familie und mich, 3 gestohlene Autos abwickeln, trotzdem ich in einem sogenannten Condominium wohnte, dessen Schutz ich z.T. durch private Wachmannschaften selbst mitorganisiert hatte und das Ausleben persönlicher Interessen an Orten und Uhrzeiten gebunden war, die nicht ich bestimmen konnte. Und das galt und gilt bis heute weltweit, und nicht nur in Brasilien und Peru, in allen Bevölkerungsschichten die wesentliche Unterschiede in den sozialen Strukturen ihrer Bevölkerung zugelassen haben - in einigen mehr und anderen noch etwas weniger. Das wissen wir doch intuitiv und sehen können wir es auch. Man kann selbstverständlich die möglichen Gründe zur Entwicklung derartiger Strukturen diskutieren. Fakt jedoch ist ihr Vorhandensein und die Ursache ist, so oder so, die Ungleichheit der Bevölkerungsstrukturen. Und diese wesentlichen Unterschiede, nämlich von arm zu reich haben sich, auch speziell bei uns in Deutschland, in den letzten 20 Jahren gravierend verschlechtert mit potenziell steigender Tendenz die systemrelevant angelegt ist. Das liegt an den nicht zu vermeidenden und mathematisch zu beweisenden Entwicklungen unseres verzinsten Schuldsystems im Neoliberalismus. Fazit aus dieser Erkenntnis: Es ist also völlig gleichgültig, welche politische Richtung bei uns das Ruder führt, schwarz, rot, gelb, grün oder Variationen, die aktuellen politischen Darsteller haben überhaupt keinen politischen Einfluss auf diese Entwicklung, denn eine diesbezügliche Einflussmöglichkeit ist einfach nicht vorhanden. Kein Politiker, keine Politikerin wird für keinen Bevölkerungsteil absichtlich eine Verarmung herbeiführen. Diese Vorstellung wäre absurd, denn es fehlt ihnen dazu schlicht die Einflussmöglichkeit und ganz bestimmt auch der Wille. In Bezug auf meine persönliche Vergangenheit und dem damit verbundenen Erkenntniszugewinn, heißt das nichts anderes, als das die Entwicklung die in Drittländern wie z.B. in Brasilien und auch in den USA, messbar an der Kriminalitätsentwicklung, in Ansätzen auch bei uns schon angekommen ist. Und glauben Sie mir, wurden Sie einmal mit Waffengewalt in Ihrem Hause überfallen, so ist Ihr Leben danach nie wieder das was es einmal war. Die Anzahl der Morde an einem Wochenende in Sao Paulo liegt aktuell bei 80. Die Anzahl der Morde pro Tag in den USA liegt aktuell bei 100. Das sind mittel - bis langfristig Zahlen, die es bisher in keinem Bürgerkrieg in der Menschheitsgeschichte gab und der Trend zeigt nach oben.
      Und wie sieht diese Entwicklung bei uns aus?
Wir müssen also nicht zwischen unseren Parteien und Politikern hektisch hin und her wählen, sondern wir müssen das System ändern. Glauben wir doch ruhig einmal einem Horst Seehofer, der in der Sendung: "Pelzig unterhält sich", vom 20.05.2010 sagte: "Wer gewählt ist, hat nichts zu entscheiden, und wer etwas zu entscheiden hat, der wurde nicht gewählt." Glauben wir ihm das einmal. Was Seehofer meinte war: Ein Politiker, eine Politikerin kann nur die Symptome von politischen Fehlentwicklungen bearbeiten. Aus Gründen der Zuständigkeit und der ihnen gelassenen Kompetenzen können sie niemals die Ursachen untersuchen bzw. beseitigen.                                                                                                   Deswegen liebe ich das Denken vom Resultat her. Ist das vorliegende Resultat negativ, muss ein neues Ziel mit selbstverständlich anderen Wegen her. Das System muss geändert werden.
Ich möchte nicht, und da möchte ich eine altbekannte Überzeugung wieder an´s Licht holen, dass auf meinem Grabstein steht:
                                   "Er hatte Vorfahrt."        


 

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© Hans-Werner Dünnebacke