Jüdische Synagoge am Jakobsplatz

Schon seit längerem ist sie eingeweiht: die jüdische Synagoge. Sie präsentiert sich mit ihrem wunderschönen Gemeindezentrum und dem angrenzenden jüdischen Museum im Herzen unserer Stadt. Wer dieses Gotteshaus auch von innen besichtigen konnte, wird die Diskussion, zumindest was die Architektur betrifft, nicht mehr verstehen. Großzügig, hell und freundlich der Eingang durch das Gemeindezentrum, modern, gut und koscher die Speisen im angrenzenden Restaurant, notwendig beklemmend und erschütternd der Gang vorbei an den Tafeln der 4300 Münchner Opfer des Nationalsozialismus und beeindruckend sowie besinnlich stimmend die Innenarchitektur dieses gelungenen Gebäudes. Die Führung ist geprägt durch Kenntnis und glaubwürdig vollzogener Vergebung mit klarem Blick auf eine gemeinsame Zukunft. Nicht nur der Plan einer öffentlichen Begegnungsstätte auf dem Jakobsplatz, mit Springbrunnen, großem Kinderspielplatz, Bänken und vielen Bäumen, bestätigt diesen Eindruck.

Bitte Ausweis mitbringen. Die Herren werden um eine Kopfbedeckung gebeten.

Buddhistisches Zentrum

Von den drei großen buddhistischen Traditionen des Theravada -, des Mahayana – und des Tibetischen Buddhismus, besuchen wir bei dieser Veranstaltung den Meditationsraum der tibetischen Richtung im Aryatara-Institut an der Barer Straße. Uns erwartet eine grundlegende Einführung in diese Glaubensrichtung verbunden mit Anregungen und Erklärungen über Praktiken, wie der Einzelne, durch geführte und erlernbare Übungen, zu einem Ruhen in sich selbst und damit zu einem besseren Verständnis der diesseitigen Welt gelangen kann. In einer anschließenden Diskussions- bzw. Fragestunde wird uns der Ehrwürdige Fedor Stracke, seit über 20 Jahren Mönch in der tibetischen Tradition, unsere garantiert brennenden Fragen versuchen zu beantworten.

Krishna – Tempel in Giesing.

 

Wie die Vielfalt in den hinduistischen Glaubensrichtungen, so vielgestaltig ist auch die Götterwelt und ihre Darstellung in den Tempeln. Ein sehr schönes Beispiel bietet hier der Tempel der Krishna – Gemeinde in Giesing. Farbenfrohe Götterbilder, Skulpturen und religiöse Symbole sind ebenso Bestandteile des Gottesdienstes wie das Anzünden wohlriechender Räucherstäbchen. Wir werden etwas hören über die hinduistischen Vorstellungen unseres diesseitigen Lebens und den Vorstellungen über das Weiterleben nach dem Tode. Das hohe Alter, das noch heute praktizierte Kastenwesen im modernen Indien sind ebenso Thema wie die Verehrung heiliger Kühe. Wir bekommen einen Einblick in die Glaubenswelt und in die Verehrung und Anbetung des Gottes Krishna und unsere Fragen werden mit Respekt beantwortet.

Bahá´i – eine neue Weltreligion zeigt Profil

äußerlich unscheinbar, und man geht vorbei – innen wird aber das angeboten, was wir, vor allem im Angesicht der erbärmlichen Weltlage, schon so lange vermissen: Gemeinsamkeit, soziale Verantwortung, Besinnung auf Werte und vorgelebte Werte wie: Anstand, Ehre, Ehrlichkeit in diesem Leben und nicht erst Versprechungen für das Leben danach. Insofern näher an den fernöstlichen Religionen angelehnt als an den westlichen. Aber das Wichtigste ist wohl: Die wohl größte Toleranz gegenüber allen anderen Religionen, und die Anerkennung derer, heiliger Schriften und derer Religionsstifter wie Krishna, Buddha, Christus und Mohammed. Die Gemeinde in München zählt 200 Mitglieder, in Deutschland 6000 und weltweit ca. 6 Millionen Mitglieder. Ihr Gründer ist Bahá´u´lláh ( „Herrlichkeit Gottes“ ), ein Weiser, der 1817 in Teheran geboren wurde und der, nach langen Leiden und Folterungen, durch das persische Schah – Regime 1892 in ´Akká verstarb. Vergleichbar mit den weltlichen Leiden eines Nelson Mandella, nur – mit noch weitreichenderen Folgen. Lassen wir uns durch einen power point – Vortrag des jungen Ratsmitgliedes Benedikt Proller, der diesen Vortrag auch an den Münchner Volkshochschulen hält, dieser neuen Weltreligion näherbringen. Sie werden erkannt haben, dass es sich nicht um eine Sekte handeln kann. Wer vorurteilsfrei zuhören kann, gewinnt sicherlich Sympathien für die jüngste aller Weltreligionen, die sehr stark an Küng´sche Vorstellungen erinnert. Lassen Sie sich einfach überraschen und viel diskutiert wird sicherlich hinterher.

Die Frauenkirche

Der kurz Frauenkirche genannte Dom zu Unserer Lieben Frau in der Münchner Altstadt ist die Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising und gilt als Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt. Es ist kaum zu glauben, dass diese Kirche 20 000 stehenden Menschen Platz bietet, obwohl zur Zeit ihrer Erbauung, im 15. Jh., die damalige Stadt München nur 13 000 Einwohner zählte. Der Bau mit Ziegeln wurde vom damaligen Architekten Jörg von Halsbach hauptsächlich aus dem Grunde gewählt, weil es keinen nahegelegenen Steinbruch gab. Die Einweihung dieses spätgotischen Gotteshauses fand wahrscheinlich am 14. April 1494 statt. Nach zahlreichen Umbauten im Laufe der Jahrhunderte wurde der Dom 1944 durch Luftangriffe schwer beschädigt, das Hallengewölbe stürzte teilweise ein und die Einrichtung wurde zerstört oder geplündert. Bei der Besichtigung, die unter der Leitung einer professionellen und autorisierten Person steht, werden wir nicht nur etwas hören über Architektur, Kunstwerke und die vier Orgeln, die im Dom installiert sind, sondern auch über die Erzbischöfe von München und Freising, sowie über die 46 Verstorbenen des Hauses Wittelsbach, die dort bestattet wurden. Die Teilnahme an der Besichtigung dieses weltbekannten Bauwerkes und die interessanten Erklärungen sind sicherlich ein besonderes Erlebnis.

Herz-Jesu-Kirche

Das größte Kirchentor der Welt, Winthirfriedhof und Hubertusbrunnen.

Als im November 1996 die „Herz – Jesu – Kirche“ abbrannte, konnte niemand ahnen, welch avantgardistischer Nachfolgebau entstehen würde. Das Anliegen der Architekten waren Themenkomplexe wie Licht, Offenheit und Lebendigkeit. Mit völlig neuen Mitteln setzten sie diese baulich um und integrierten ein durchgängiges Bildprogramm, das von verschiedenen Künstlern ausgearbeitet wurde. Auf dem nahegelegenen Winthirfriedhof besuchen wir die Gräber von Oskar von Miller, Peter Dörfler, Bustelli, Sambuga u.a. Die Führung endet beim Hubertusbrunnen, dem reifsten Werk Prof. Adolf von Hildebrands.

Islamische Moschee in Freimann.

 

Die islamischen Moscheen in Freimann und Pasing gehören schon seit langem zum Münchner Stadtbild und der Bau einer neuen Moschee steht vor dem Beginn. Ein spezieller Kontakt zur Moschee in Freimann besteht schon sehr lange. Die freundliche Aufnahme und die hervorragende Führung sind erwähnenswert. Wer hinter all dem den wirklich glaubhaft gelebten Islam erkennt, dem erscheint auch ein kulturelles Miteinander möglich und erstrebenswert. Das Fehlen bildlicher Darstellungen Allahs oder des Propheten wird uns genauso erklärt wie der Dschihad, der Heilige Krieg, diesmal aber aus Sicht des Islam. Der Alltag und das Leben rund um die Moschee haben für uns einen besonderen Reiz.

Russisch – Orthodoxe Kirche

 

Nach einem Besuch der orthodoxen Kirche in Konstantinopel (Istanbul) berichteten russische Gesandte ihrem Großfürsten Wladimir im Jahre 988 wie folgt: „Und so kamen wir zu den Griechen, und sie führten uns dahin, wo sie ihrem Gott dienen, und wir wissen nicht: Waren wir im Himmel oder auf der Erde; denn auf Erden gibt es einen solchen Anblick nicht oder eine solche Schönheit; und wir vermögen es nicht zu beschreiben. Nur das wissen wir, dass dort Gott bei den Menschen weilt. Und ihr Gottesdienst ist besser als der aller anderen Länder. Wir aber können jene Schönheit nicht vergessen; denn jeder Mensch, wenn er von Süßem gekostet hat, nimmt danach Bitteres nicht an.“

In diesem Sinne wollen wir das Kleinod der russ.-orth. Gemeinde in Pasing besichtigen. Außer diesem baulichen Kleinod ist ein zweiter Hauptgrund, zum Besuch dieser Kapelle, die überaus kompetente und charismatisch glaubwürdige Darstellung der jungen Patres.

Serbisch – Orthodoxe Kirche

 

Da sich die christlich orthodoxen Kirchen in Ihren Ausgestaltungen ziemlich ähnlich sind, auch hier der Text, der schon für die Russisch Orthodoxe Kirche galt:

"Nach einem Besuch der orthodoxen Kirche in Konstantinopel (Istanbul) berichteten russische Gesandte ihrem Großfürsten Wladimir im Jahre 988 wie folgt: „Und so kamen wir zu den Griechen, und sie führten uns dahin, wo sie ihrem Gott dienen, und wir wissen nicht: Waren wir im Himmel oder auf der Erde; denn auf Erden gibt es einen solchen Anblick nicht oder eine solche Schönheit; und wir vermögen es nicht zu beschreiben. Nur das wissen wir, dass dort Gott bei den Menschen weilt. Und ihr Gottesdienst ist besser als der aller anderen Länder. Wir aber können jene Schönheit nicht vergessen; denn jeder Mensch, wenn er von Süßem gekostet hat, nimmt danach Bitteres nicht an.“

Die Serbisch Orthodoxe Kirche befindet sich an der Putzbrunner Strasse.

Griechisch - Orthodoxe Kirche ( Salvatorkirche )

St. Salvator, auch Salvatorkirche genannt, ist die ehemalige Friedhofskirche der Frauenkirche. Seit 1829 ist St. Salvator der griechisch-orthodoxen Gemeinde überlassen und ist heute Sitz des Metropoliten von Deutschland und Exarchen von Zentraleuropa. Sie wird von der Griechisch – Orthodoxen Gemeinde in der Übersetzung „Verklärung des Erlösers“ genannt. Im April 1493 wurde der Rohbau vermutlich fertig. Am 15. August 1494 wurde –urkundlich belegt – St. Salvator eingeweiht. Somit ist die Salvatorkirche wahrscheinlich die älteste Kirche Münchens überhaupt. Durch die Stadterweiterung Ludwig des Bayerns wuchs die Einwohnerzahl der Stadt so sehr, dass die Friedhöfe um die beiden Stadtkirchen „Alter Peter“ und Frauenkirche nicht mehr ausreichten. Deswegen wurden die Friedhöfe an den damaligen Stadtrand verlegt, blieben aber noch innerhalb der Stadtmauern. Während der Zeit des sogenannten „Griechenlandabenteuers“, als Bayern hoffte, durch seinen Sohn Otto eine wittelsbachische Dynastie in Griechenland zu begründen, sagte König Ludwig I. den in München anwesenden 30 Griechen einen Gottesdienstraum zu. Seine Wahl fiel auf die Salvatorkirche, die er mit Majestätsbeschluss vom 22. und 30. September 1828 den orthodoxen Griechen zur Feier ihrer Gottesdienste überließ. 2009 wurden die umfangreichen Restaurierungsarbeiten abgeschlossen und so erstrahlt die Kirche heute in einem neuen Glanz. Der Archimandrit Petrus Klitsch wird uns eine sehr interessante Führung bieten.

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© Hans-Werner Dünnebacke